Grüne wollen Natelantennen «sinnvol steuern»
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Unabhängig vom jüngsten Baugesuch der Firma Orange für eine Mobilfunkantenne im Gwatt hat die Fraktion der Grünen an der letzten Stadtratssitzung vom 4.März ein Postulat zum selben Thema eingereicht. Die Grünen beauftragen darin den Gemeinderat, «die gängige Bewilligungspraxis bezüglich des Baus von Mobilfunkantennen zu überprüfen». Konkret sollen die Thuner Behörden ihren aktuell genutzten Spielraum bei Bewilligungen hinterfragen und diesen besser auszunutzen. Hintergrund des Vorstosses ist ein Leitfaden zum Thema Mobilfunk, den das Bundesamt für Umwelt (Bafu) im Januar 2010 herausgegeben hat und der aufzeigt, wie kommunale Behörden die Standortwahl neuer Mobilfunkantennen aktiver steuern können.
Aus der Sicht von Renate Begré, Stadträtin Grüne, erweckt die Situation auf Thuner Boden den Eindruck von Konzeptlosigkeit. «Es gilt zu prüfen, wo und wie viele Antennen es braucht», fordert Begré. «Vielleicht ist es möglich, dass mehrere Mobilfunkanbieter dieselbe Anlage nutzen.» Wichtig erscheint Begré zudem, dass die Behörden künftig vermehrt selbst agieren und nicht bloss auf die Anliegen der Anbieter reagieren. «Es wäre wünschenswert, wenn Stadt und Betreiber früher das Gespräch suchen», so die grüne Stadträtin. Zum aktuellen Streitfall im Gwatt möchte Begré hingegen keine Stellung nehmen, da sie die Details nicht kenne. «Ich kann den Ärger der Anwohner aber gut nachvollziehen und verstehe, dass sie etwas dagegen unternehmen wollen.» (gbs/TT)
Erstellt: 17.03.2010, 10:33 Uhr













