Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Grimmialp-Bahn ist auf Kurs

Von Peter Rothacher. Aktualisiert am 03.02.2012

Trotz Wetterkapriolen: Die gerettete Sesselbahn ist in Betrieb, der Schnee ist da und mit ihm sind es auch die Wintersportler. «Die Einnahmen entsprechen unserem Businessplan», stellt der Verwaltungsratspräsident fest.

Knapp an der Nebelgrenze: Die Grimmialpbergbahn Diemtigtal bietet ihren Gästen auch in den derzeit eisigen Tagen gute Verhältnisse. Im Vordergrund ein Pistenfahrzeug.

Knapp an der Nebelgrenze: Die Grimmialpbergbahn Diemtigtal bietet ihren Gästen auch in den derzeit eisigen Tagen gute Verhältnisse. Im Vordergrund ein Pistenfahrzeug.
Bild: Peter Rothacher

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Erst am 10.November 2011 stand definitiv fest, dass der Konkurs abgewendet ist und der Sessellift an der Grimmialp zuhinterst im Diemtigtal nicht abgerissen werden muss. Am 20.Dezember konnte diese Zeitung dann vermelden, dass die alte Genossenschaft aufgelöst werde, der Bahnbetrieb aber dank einer Auffanggesellschaft gesichert sei.

«Wegen der über so lange Zeit sehr unsicheren Situation sind weniger Saisonabonnemente verkauft worden als in früheren Jahren», erklärt Ueli Wampfler. Er ist Verwaltungsratspräsident der neu gegründeten Grimmialpbergbahnen Diemtigtal AG. Sein Bedauern hält sich allerdings in Grenzen, denn: «Das Wichtigste passierte noch vor Weihnachten: Es schneite – und so wurde der auf den 23.Dezember angestrebte Saisonstart Tatsache.»

Bisher stimmen die Zahlen

Das über den Jahreswechsel bis in höhere Lagen vorherrschende Regenwetter trübte dann auch in Schwenden die Freude. «Für den Januar hatten wir uns ebenfalls sonnigere Zeiten erhofft. Doch mit der Schneesituation können wir zufrieden sein – die Pistenverhältnisse werden gelobt. Und so registrierten wir auch einige hervorragende Tage mit tollen Frequenzen», bilanziert Ueli Wampfler. Nach gut einem Monat entspreche die finanzielle Situation dem Businessplan. «Nun blicken wir optimistisch den Sportwochen vom Februar entgegen: Wir sind mit unserem Unternehmen auf Kurs.»

Auch im Umfeld der Bahn herrscht Zufriedenheit. «Ich bin froh über die Rettung des Lifts, die Region braucht ihn», bemerkt dazu Robert Moser. Als Betreiber des direkt unterhalb der Talstation gelegenen Hotel-Restaurants Spillgerten hat er im Herbst mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören. «Nun mache ich vorerst weiter und bin gespannt, wie sich die Situation – auch im Zusammenhang mit dem Regionalen Naturpark – entwickelt.»

Für Robert Moser stehen im Winter die Tourenfahrer im Vordergrund, die auch in seinem Hotel übernachten. Doch er betont: «An schönen Tagen wird das Restaurant auch von anderen Schneesportlern sowie Familien, die das Kombiangebot Lift/Mittagessen gebucht haben, spürbar frequentiert.»

Erbs toller Januar

Des Lobes voll sind Godi und Fränzi Erb, die den benachbarten Bügellift mit dem Kinderspielplatz Schlaraffenland sowie das Sportgeschäft betreiben. «Wir haben Schnee – es läuft gut», freut sich die Geschäftsfrau. Und Godi Erb, der sich auch im Verwaltungsrat der Grimmialpbergbahnen engagiert, meint: «Wes üs jitz nid guet geit, de müesse mir auso ufhöre»

Der eben abgelaufene Januar sei geschäftsmässig einer der besten der vergangenen Jahre gewesen, berichten Erbs. Während sich die kleinen Gäste auf ihren Anlagen vergnügten, nutzten die Erwachsenen die 3er-Sesselbahn und auch die höher gelegenen Pisten. «Erstaunlich viele Leute sprechen den im letzten Jahr ausgefochtenen Kampf ums Überleben unserer Bergbahnen an und betonen, dass sie aus Solidarität mit uns weiterhin ins familienfreundliche, kleine Skigebiet kommen», sagt Godi Erb.

Wichtig für die Zukunft

«Wir sind hier doch alle voneinander abhängig», hält Annekäthi Klossner fest. Sie betreibt zusammen mit Margot Knutti seit gut einem Jahr das Restaurant Eggli, direkt gegenüber den Anlagen von Erbs. «Der grosse und der kleine Lift sowie die Gastrobetriebe ergänzen sich: Gemeinsam sind wir ein Ganzes.» Der Sessellift stelle den Lebensnerv dar, entsprechend wichtig sei er für die Zukunft. Und die fröhliche Wirtin hofft, dass die Bergbahn nun im Rahmen des Naturparks künftig auch im Sommer Fahrt aufnimmt. (Berner Oberländer)

Erstellt: 03.02.2012, 09:00 Uhr

0

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.
Noch keine Kommentare

Populär auf Facebook Privatsphäre