Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Grand Hotel Bellevue wechselt vom Jahres- zum Saisonbetrieb

Von Ruth Oehrli. Aktualisiert am 15.02.2010

Sieben Jahre nach seiner Eröffnung als Ganzjahresbetrieb wird das Grand Hotel Bellevue in Gstaad ein Saisonbetrieb. Grund ist der permanente Verlust. Mit dem Spitzenkoch Urs Gschwend gibt es auch in der Küche einen Neustart.

Der Berner Beat Fleischmann ist seit November Direktor des
Grand Hotel Bellevue in Gstaad.

Ruth Oehrli

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Vor gut sieben Jahren eröffnete der Medizialtechnik-Unternehmer Thomas Straumann als neuer Eigentümer das für über 50 Millionen Franken total renovierte Gstaader Grand Hotel Bellevue. Der Baselbieter hatte sich damit nach eigenen Aussagen einen «Bubentraum» erfüllt. Der neue Hoteleigentümer wollte, dass Gstaad während des ganzen Jahres eine exzellente Hoteladresse bietet – und nicht nur zu Saisonzeiten. Doch nach sieben Jahren und zwei sehr raschen Direktorenwechseln, beide wurden innert Stunden freigestellt, sagt der seit November wirkende Beat Fleischmann (47): «In der Zwischensaison verlor das Unternehmen jeweils mehr, als es in der Hochsaison erarbeitete.» Dies habe die minutiöse Analyse der letzten vier Betriebsjahre ergeben. Als Superior-Hotel habe das Grand Hotel Bellevue immer mindestens 70 Angestellte. «Schuhe putzen rund um die Uhr und 24 Stunden lang warm essen gehören bei uns zum Standard.» Will heissen: Seit Eröffnung Anfang Dezember 2002 erwirtschaftete das Gstaader Grand Hotel Bellevue unter dem Strich ausnahmslos Verluste.

Wie die anderen

«Mit der Umstellung gleicht sich das Grand Hotel Bellevue den beiden anderen Fünf-Sterne-Superior-Häusern Grand Hotel Park und Gstaad Palace an», heisst es in einer am Freitagabend versandten Medienmitteilung. Die Öffnungszeiten beschränken sich künftig im Sommer und im Winter auf je rund drei Monate. Diesen Frühling wird der Betrieb am 11.April geschlossen, Wiedereröffnung ist am 19.Juni. «In dieser Zeit gibt es einige Umbauten im Spa und Auffrischungen, wo es nötig ist», so Beat Fleischmann. «Wir haben unseren 110 Mitarbeitenden Saisonverträge angeboten und unterstützen sie mit allen unseren Möglichkeiten», unterstreicht Beat Fleischmann. So gebe es zum Beispiel das Angebot, im Basler Grand Hotel Les Trois Roi zu arbeiten. Dieses Stadthotel gehört ebenfalls Thomas Straumann. Bei dieser Personalinformation habe er auch mitgeteilt, dass es «definitiv nur ein Gerücht ist, dass das Grand Hotel Bellevue verkauft wird».

Der neue Küchenchef

Strahlend gibt der neue «Bellevue»-Gastgeber Beat Fleischmann bei dieser Gelegenheit eine weitere Neuigkeit preis: «Heute hat Urs Gschwend seinen Arbeitsvertrag als unser neuer Küchenchef unterzeichnet.» Der Spitzenkoch mit einigen Auszeichnungen (Aufsteiger des Jahres 2000, 16 Gault-Millau-Punkte im Hotel Giardino, Ascona) wirkte auch einige Jahre sehr erfolgreich im Hotel Lenkerhof an der Lenk. Beat Fleischmann: «Jetzt stimmen alle Voraussetzungen, damit wir ab 2011 unser Haus rentabel führen können. Von dieser Aussage bin ich felsenfest überzeugt», unterstreicht Fleischmann beim Abschied. (Berner Oberländer)

Erstellt: 15.02.2010, 08:21 Uhr

0

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Noch keine Kommentare

Populär auf Facebook Privatsphäre