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Gleiserneuerung behindert SBB-Verkehr

Aktualisiert am 08.11.2011 2 Kommentare

Die SBB erneuert seit 31. Oktober auf einem 4,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Uttigen und Thun eines von zwei Gleisen. Dies hat im Bahnverkehr Fahrplanänderungen, Zugsausfälle und Verspätungen zur Folge.

«Puscal 2» wiegt 148 Tonnen und ist derzeit in Uttigen im Einsatz.

«Puscal 2» wiegt 148 Tonnen und ist derzeit in Uttigen im Einsatz.
Bild: zvg/Oliver Beretta

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Fahrplan während Bauzeit geändert

Wegen den Gleiserneuerungsarbeiten zwischen Uttigen und Thun ist die Strecke vom 31. Oktober bis 10. Dezember 2011 nur ein- anstatt zweispurig befahrbar. Dies führt zu Fahrplanänderungen, Zugsausfällen und Verspätungen im Minutenbereich sowohl im Fern-, als auch im Regional- und S-Bahn-Verkehr. Detaillierte Informationen sind auf www.sbb.ch/aaretal abrufbar. Der Online-Fahrplan ist angepasst.

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Die Erneuerungsarbeiten auf der Strecke Uttigen und Thun dauern bis am 10 Dezember an. Drei jeweils über eine Zentnertonne schwere Maschinen stehen im Einsatz, um insgesamt 9012 Meter Schienen, 7500 Schwellen und rund 13 000 Tonnen Schotter zu ersetzen. Die Arbeiten dauern bis am 10. Dezember 2011. Die Strecke Strecke Uttigen–Thun ist während dieser Zeit nur einspurig befahrbar.

An Stellen mit schlechtem Untergrund seien bereits im vergangenen Jahr Entwässerungsleitungen eingebaut worden, heisst es weiter. Diese Stellen würden nun mit einem Bauzug des Typs «Puscal 2» saniert. Er wiege 148 Tonnen und habe eine Gesamtlänge von über 55 Metern plus zusätzliche Material- und Energiewagen. In einem ersten Schritt würden die beiden Schienen in 18 Meter lange Teilstücke geschnitten. Dann hebe der «Puscal 2» diese mit den Schwellen aus und transportiere sie mit fahrenden Portalkranen in den hinteren Teil des Zuges. Dort werden die alten Schwellen durch neue ersetzt.

Gleichzeitig hebe das Förderwerk des Bauzugs den Schotter und rund 30 Zentimeter des Untergrunds aus. Via Portalkran werde eine Schicht Kiesgemisch eingefüllt, danach der Schotter. Nun sei das Schotterbett bereit für den Einbau der Schienenstücke mit den neuen Schwellen. Diese liefern wiederum die Portalkrane an. Die Schienen werden nachträglich ausgewechselt.

In den anderen Abschnitten stünden zwei weitere grosse Bauzüge im Einsatz. Sie ersetzen die Schwellen und sieben den Schotter. Nur genügend grosse Schotterstücke werden wieder eingebaut. «Die beiden Maschinen bewältigen zwischen 85 und 250 Meter Gleis pro Stunde», erklärte Hans Bachmann, SBB-Ausführungsprojektleiter, an einer Führung. Der Wechsel der Schwellen erfolge parallel zur Schottersanierung. Erst nachträglich werden die Schienen ausgewechselt und durch neue, 108 Meter lange Schienenstücke ersetzt.

Insgesamt erfolgt die Sanierung in Abschnitten von 100 bis 500 Metern pro Tag. Nebst der Manövrierung des insgesamt über 400 Tonnen schweren Maschinenparks stelle die Transportlogistik eine Herausforderung dar. Das ausgesonderte Material müsse täglich nach Lyss transportiert werden. Umgekehrt lieferten Güterzüge neue Schienen und Schwellen sowie frischen Schotter an.

«Mit der kompletten Gleissperrung kann das Gleis in sechs statt in 15 Wochen umgebaut werden», sagte SBB-Projektleiter Markus Gerber. Zudem können die Arbeiten tagsüber stattfinden, wodurch die lärmigen Arbeiten in der Nacht auf ein Minimum reduziert werden können.

Die Kosten für die Gleiserneuerung Uttigen–Thun belaufen sich auf knapp acht Millionen Franken. Das sei ein Bruchteil von 630 Millionen, welche die SBB im Jahr 2011 für rund 25'000 Unterhaltsaufträge bezahlen würden, um den Betrieb und die Sicherheit auf dem meistbefahrenen Bahnnetz der Welt sicherzustellen.

(cls)

Erstellt: 08.11.2011, 10:18 Uhr

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2 Kommentare

Jean Gerber

08.11.2011, 11:04 Uhr
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Die Erneuerung behindert nicht nur den Verkehr der SBB, sondern auch denjenigen der BLS, der Crossrail und allenfalls weiterer Eisenbahnverkehrsunternehmen. Es wäre an der Zeit, dass auch die Medienleute zur Kenntnis nehmen, dass Bahn nicht immer gleich SBB ist. Antworten



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