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«Für ein Mitglied unserer Kurve wäre ich eingestanden»

Aktualisiert am 28.10.2011 62 Kommentare

Die Fans des FC Thun wurden für ihr Verhalten im Match gegen den FC Zürich mit Lob überhäuft. Im Fan-Forum wird der Fackelwerfer mit Schimpf und Schande eingedeckt, einige Anhänger halten die Lobhudelei aber auch für übertrieben.

1/5 Die FC-Thun-Fans beim letzten Heimspiel des Jahres 2011 gegen YB. Beim Match gegen Luzern am Samstag sowie in den weiteren Super-League-Spielen werden die Kontrollen an den Eingängen verschärft.
Bild: Patric Spahni

   

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Super League

36. Runde

23.05.Basel - Young Boys1 : 2
23.05.Lausanne - Grasshoppers2 : 1
23.05.Sion - Luzern1 : 3
23.05.Thun - FC Zürich2 : 4
Stand: 23.05.2012 22:10

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel34228478:3374
2.Luzern341412846:3254
3.Young Boys341312952:3851
4.Servette341461445:5348
5.Thun3411101338:4143
6.FC Zürich341181543:4441
7.Lausanne34862029:6130
8.Grasshoppers34752232:6626
9.Sion341581140:3517
10.Xamax1875622:220
Stand: 23.05.2012 22:13

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«Der Grund, dass wir hier mehrheitlich gegen Pyros sind, ist doch ganz einfach: Wir wollen uns und unserem Verein nicht schaden. Hier von irgendwelchen Traditionen zu schwafeln ist weit hergeholt», schreibt ein Anhänger der Thuner in deren Fan-Forum. Man scheint stolz zu sein, dass die Selbstregulierung geklappt hat und hofft, dass dies auch künftig der Fall sein wird.

Andere zielen mit ihren Kommentaren direkt auf den Fackelwerfer: Nach den Vorkommnissen in Zürich und den damit verbundenen Repressionsandrohungen eine Fackel zu zünden, sei einfach eine Riesendummheit, schreibt ein Fan.

Man kennt sich im Stadion

Die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer ist sich einig, dass Fackeln in ihrer Kurve nichts zu suchen haben. Sie wehren sich auch gegen Fussball-Fans die sagen, dass Pyros etwas mit Emotionen zu tun haben und zu einem Fussballspiel gehören. «Fackeln haben nichts mit Emotionen zu tun sondern mit Blödheit», schreibt einer.

Ein weiterer meint, dass er es satt habe, sich wegen solchen «Idioten» für sein Hobby rechtfertigen zu müssen. Er betont aber auch, dass Thun ein kleiner Verein sei, bei dem man sich kenne. Man sei auch mit den Verantwortlichen per du, begegne sich auf Augenhöhe und werde ernst genommen und geschätzt.

Kein Mitglied der Kurve

Einer der Fans macht deutlich, dass er die positiven Schlagzeilen aber für übertrieben hält. Er schreibt, dass der Fackelwerfer nur ausgeliefert worden sei, weil er mit seinen Kollegen das erste Mal am Spiel war und schon vor dem Fackelwurf durch Hitlergrüsse aufgefallen war. «Für ein Mitglied unserer Kurve wäre ich eingestanden», gibt der Thun-Fan zu. Er hätte dem Übeltäter für den Wurf nach dem Spiel allerdings ein blaues Auge verpasst.

Ein weiterer Fan teilt diese Meinung. Er betont aber, dass «dieses Gesindel» die volle Härte des Gesetzes verdient habe. Pyros als solches seien nicht das Problem, meint ein weiterer Diskussionsteilnehmer, sondern «die Einzeller, die sie abbrennen und rumschmeissen.» (js)

Erstellt: 28.10.2011, 12:44 Uhr

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62 Kommentare

paul rohner

27.10.2011, 08:03 Uhr
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Gratuliere den mutigen Eingreifern in Thun.So erledigt man,nicht nur in diesem Fall die Angelegenheit.Erinnere mich,vor vielen Jahren zogen in Bern jeweils Saubannerzüge wärend des Donnerstagabendverkauf durch die Innenstadt und verschmierten Wände.Das hörte damit auf,dass sich beherzte Bürger persönlich der Sache annahmen.Wie,darf ich nicht schreiben,weils als Aufruf zur Gewalt aussehen könnte. Antworten


Max Schmitt

27.10.2011, 08:24 Uhr
Melden 25 Empfehlung

Na also! Geht doch! Ein Bravo den Thuner Fans! Nur fragt sich ob das bei den militanten Ultras und/oder vermummten Hools der Grossklubs auch kunktionieren wird. Die Efahrung zeigt ja leider, dass das eher nicht der Fall ist. Antworten



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