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Für den guten Zweck: Thuner fahren mit Jeep nach Afrika

Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 08.12.2011 20 Kommentare

Geld spenden kann jeder. Das jedoch ist vier jungen Thunern zu wenig: Sie wollen wissen, ob ihr Geld auch wirklich ankommt. Darum fahren sie nächstes Jahr innert 19 Tagen mit einem Jeep von Thun nach Gambia in Westafrika.

Mit diesem Nissan Patrol wollen Stefan Gygax (32) und Martin Berlinger (31) innerhalb von 19 Tagen nach Banjul in Gambia fahren.

Mit diesem Nissan Patrol wollen Stefan Gygax (32) und Martin Berlinger (31) innerhalb von 19 Tagen nach Banjul in Gambia fahren.
Bild: zvg

Initiator Stefan Gygax (Bild: zvg)

Abschiedsfeier

Kurz vor der Abfahrt am 25. Februar gibt es in der Vereinshütte des FC Lerchenfeld beim Flugplatz Lerchenfeld ab 16.00 Uhr einen Abschiedsevent. Man kann vor Ort spenden und es werden aktuelle Infos zu der Route präsentiert. Mehr Informationen unter www.4wheels4gambia.ch.

Korrektur-Hinweis

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Weihnachtszeit ist bekanntlich Spendenzeit. Täglich flattern Einzahlungsscheine unterschiedlicher Hilfswerke ins Haus. Das Geld kann innert Minuten bequem von zu Hause aus überwiesen werden. Das jedoch wäre Stefan Gygax (32) und Martin Berlinger (31) viel zu langweilig gewesen. «Wir wollen sehen, wie vor Ort geholfen wird und wir wollten Spendengelder und Material für Bedürftige direkt in Gambia abgeben», sagte Stefan Gygax gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet.

Dafür fahren die beiden jungen Männer 7000 Kilometer mit ihrem Nissan Patrol von Thun bis in die Hauptstadt von Gambia, nach Banjul. Dort wollen sie ihr Fahrzeug an den Meistbietenden verkaufen. Doch es ist nicht nur der gute Zweck, der die beiden antreibt: «Natürlich ist es auch die Lust am Abenteuer und das Reisen, das uns reizt». Erfahrungsgemäss kommen pro «Dresden–Dakar–Banjul Challenge», wie die Rallye heisst, zwischen 65'000 und 100'000 Franken aus den Autoverkäufen zusammen. Diese sollen ausgewählten Hilfsprojekten in Gambia zugute kommen.

Ein eingeschworenes Team

Nennen tun sie sich «4 Wheels 4 Gambia» und zum Team gehören eigentlich noch zwei weitere Männer: Florian Gygax, Stefans Bruder und Michael Soltermann. Die vier kennen sich seit der Schulzeit. Auf grosse Fahrt jedoch werden nur Stefan und Martin gehen. Die beiden Daheimgebliebenen dürfen die Homepage und die Facebook-Seite mit Informationen der Reise füttern. «Wir werden Internetcafés suchen, um laufend neue Informationen zu übermitteln», so Gygax.

Vermutlich wird es zeitweise schwierig werden, an eine Internetverbindung heranzukommen. Ihre Reise führt sie nämlich mitten durch die Wüste. Dort könnten sie beispielsweise eine Panne haben, für die sie nicht die richtigen Ersatzteile haben und sie werden niemanden anrufen können, weil es kein Telefonnetz gibt. Doch Angst hat Stefan Gygax nicht: «Wir haben vorgesorgt und sind im Kontakt mit anderen Teams, mit denen wir zusammen fahren können. Das sind Leute aus Deutschland, wir sind das einzige Schweizer Team». Die härteste der 16 Etappen werde die Fahrt durch die Sahara in Mauretanien: «Da gibt es keine Strassen und keine Karten, wir werden mit dem Kompass durchkommen müssen». Zudem ist Mauretanien ein unsicheres Pflaster und es werden immer wieder Leute entführt: «Bisher hat noch kein Team Probleme gehabt, weil nie jemand alleine fährt», so Gygax.

Jeder kann Team unterstützen

Das Ziel der Vier ist es, die Kosten für das Fahrzeug, die Ausrüstung, Werkzeug, Ersatzteile, Reparaturen, Treibstoff und Gebühren sowie die Reisekosten von insgesamt 15'000 Franken mit Spenden zu decken. Der aktuelle Kontostand belaufe sich auf etwa 12'000 Franken: «Es sieht gut aus und was nicht zusammenkommt, legen wir selber drauf», sagte Gygax. Vor Ort werden sie das Geld aus dem Autoerlös direkt einem Projekt übergeben.

Am 25. Februar um 22 Uhr soll die Reise in Thun losgehen und wenn alles gut geht, wird ihr Nissan Patrol am 19. März in Banjul versteigert. «Dann hängen wir noch ein paar Tage an, suchen uns ein Hilfsprojekt aus und sehen uns die Gegend an», sagte Gygax. Am 22. März ist der Rückflug in die Schweiz gebucht. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.12.2011, 15:10 Uhr

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20 Kommentare

Beat B. Frei

08.12.2011, 15:36 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Ob es nicht eigentlich für den guten SELBSTZWECK heissen müsste ????
Soviel Egoismus so elegant zu tarnen und verschleiern schaffen nur Linke, Nette und Hilfsorganisationen....
Es lebe weiter in Saus und Braus, - aber - wenn schon mit dem Geld der Anderen.......
Antworten


Soraya Moana

08.12.2011, 16:58 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Und wir CH-Steuerzahler müssen dann das Lösegeld berappen wenn sie der Al Kaida oder den Rebellen der Touareg in die Hände fallen? Niemals in solche Krisengebiete fahren - auch nicht für einen guten Zweck! Antworten



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