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Die Berufs-WM im Visier
Berufs-WM-Teilnehmer: Markus Trachsel, André Reusser und Patrick Haldi. (Bild: zvg)
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37 junge Berufsleute messen sich anfangs September in Calgary (Kanada) mit der internationalen Elite. Rund 1000 Berufskollegen und -kolleginnen aus aller Welt, vom Autolackierer, über den Industrieelektroniker, die Schönheitspflegerin bis zum Web-Designer wetteifern um die begehrten Weltmeistertitel. Mit dem ersten Zusammenzug des Teams in Spiez begann für die Leitung die anspruchsvolle Aufgabe, die Einzelkämpfer zu einer Einheit zusammen zu schweissen. «Gerade weil die Teilnehmenden im Wettbewerb auf sich alleine gestellt sind, ist das Zusammengehörigkeitsgefühl mit der restlichen Schweizer Delegation wichtig», sagt Teamleiterin Jacqueline Mader. «Teamgeist und gegenseitige Motivation sind entscheidend».
Nach dem ersten Beschnuppern der Schweizermeister gilt es in den folgenden Vorbereitungsweekends in Tenero und Morges, aus den Teilnehmenden ein Team von Weltmeisterinnen und Weltmeistern zu machen.
Weltmeisterlicher Papierkrieg
Zwar ist die Delegation noch nicht komplett, da die letzten Schweizermeisterschaften, die als Qualifikation zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft dienen, noch bevorstehen. Doch die Vorbereitungen im Hintergrund laufen schon seit Monaten auf Hochtouren. Anders ist der enorme administrative Aufwand für die Berufs-Weltmeisterschaften gar nicht mehr zu bewältigen. «Die Teilnahme an den WorldSkills Competitions bedeutet für uns einen gewaltigen Papierkrieg», bemerkt SwissSkills Generalsekretär Ueli Müller. Die Stiftung wird von Bund, Gewerbe, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie Berufsbildungsinstitutionen getragen.
Intensive Vorbereitungen
Der Erwartungsdruck an die Kandidaten ist hoch. «Unser Ziel ist auch dieses Jahr, die beste europäische Nation zu sein und einen Podestplatz zu erobern», meint Delegationsleiterin Christine Davatz-Höchner.
An den Teamweekends wird die Schweizer Delegation auf die WorldSkills Competitions eingestimmt. Nur dank diesen intensiven Vorbereitungen sind die Teilnehmenden bereit, Leistungen auf Spitzenniveau zu bringen. «Dabei geht es auch darum, die hohe Qualität des dualen Ausbildungssystems der Schweiz erneut unter Beweis zu stellen. Die Öffentlichkeit soll erkennen, dass Berufsbildung eine attraktive Bildungsvariante ist», fasst Hans Ulrich Stöckling, ehemaliger Regierungsrat St. Gallen und Stiftungsratspräsident SwissSkills zusammen. (Berner Oberländer)
Erstellt: 04.03.2009, 07:29 Uhr


