Das gläserne Vordach der Halle 6 ist weg

Das Tiefbauamt hat das Vordach der Halle 6 im Thuner Selve-Areal entfernt. Kostenpunkt: Rund 10000 Franken. Mieter Ueli Biesenkamp will jetzt eine neue Lösung finden, damit die Gäste nicht im Regen stehen müssen.

Der Wintergarten der Halle 6 im Selve-Areal: Das daran
angebaute Vordach wurde vom Tiefbauamt entfernt.

Der Wintergarten der Halle 6 im Selve-Areal: Das daran angebaute Vordach wurde vom Tiefbauamt entfernt.
Bild: Michael Gurtner

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Erst Schwert, dann Selve

Ab dem 1. Dezember ist das kleine Restaurant in der Selve-Halle 6 jeweils am Mittag geöffnet. Die Betreiberin ist in der Thuner Gastro-Szene keine Unbekannte: Sandra Grossniklaus war bis Ende Mai Wirtin des Restaurants Schwert in der Unteren Hauptgasse, das sich einen Namen als Feinschmecker-Bijou gemacht hatte (wir berichteten). Danach wurde das «Schwert» verkauft – und soll nun im Januar 2010 wiedereröffnet werden. Ein Angebot, wieder einzusteigen, hatte auch Sandra Grossniklaus – «doch da war die Sache mit der Halle 6 bereits am Laufen». Sie ist überzeugt, dass das Restaurant in der ehemaligen Industriehalle gute Perspektiven hat. Und: «Es ist eine spannende neue Aufgabe.» Das Restaurant wird jeweils von 11 bis 14 Uhr geöffnet sein – mit einem Mittagsbuffet, wo Grossniklaus Hausmannskost anbieten möchte. Ausserdem darf das Restaurant bei Abendanlässen geöffnet sein – etwa bei Kulturevents, aber auch bei Hochzeiten, Apéros oder Firmenanlässen. Und schliesslich will Wirtin Sandra Grossniklaus auch selber Abende und Brunches organisieren – zum Beispiel eine Spezialwoche mit einer afrikanischen Köchin.mik

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Das Vordach beim gläsernen Anbau an die Halle 6 im Thuner Selve-Areal entsprach nicht den Vorschriften – jetzt ist es Geschichte: Das Tiefbauamt der Stadt Thun entfernte die Konstruktion. Die Kosten für die Aktion betrugen laut Stadtingenieur Rolf Maurer rund 10000 Franken. Für Ueli Biesenkamp, der mit seiner «daskonzept ag» die Halle von der Stadt mietet, ist aber klar: «Wir brauchen ein Vordach. Momentan stehen bei Veranstaltungen die Raucher im Regen.» In der Überbauungsordnung ist das Dach nicht vorgesehen (wir berichteten). Deshalb überlegt sich Ueli Biesenkamp, ob er eine Lösung mit einem grossen Segel – wie es etwa auch Betriebe auf dem Mühleplatz verwenden – finden kann.

Die Bauabnahme der Halle 6 ist mittlerweile erfolgt. Damit läuft ab sofort der Normalbetrieb in der Halle 6 als Begegnungszentrum für Design, Architektur und Kultur. Ab 1. Dezember ist mittags auch das Restaurant in der Halle geöffnet (siehe Kasten), die grosse offizielle Eröffnungsparty ist für den 22. Januar 2010 vorgesehen. Im Kulturforum in der Hallenmitte haben bis zu 500 Personen Platz.

Absperrung fĂĽr Sicherheit

Bei den beiden Brandschutztüren, die von der Halle auf die Scheibenstrasse hinaus führen, wurden Absperrungen und Signalsteine installiert. «Die im Baugesuch verlangte Fussgängerfläche von drei Metern Breite und die Geländer vor den Brandschutztüren werden bis Ende November gebaut und montiert», sagt Rolf Maurer vom Tiefbauamt. Mit den Abschrankungen soll verhindert werden, dass die Halle-6-Besucher bei einem Brand direkt auf die Strasse hinaus rennen. Was nun installiert wird, ist allerdings nur ein Provisorium, bis die Scheibenstrasse vom Guisankreisel bis zum Zugang des neuen Selveparks umgestaltet wird. Dies wird nach der Fertigstellung der Wohnüberbauung geschehen.

Der rund 7000 Quadratmeter grosse Selvepark wird bekanntlich neben der Halle 6 und dem Winkelbau realisiert. Geplant sind Grünflächen, Spielräume und ein kleiner Sportplatz. Zurzeit wird beim Tiefbauamt der Kreditantrag für den Stadtrat vorbereitet. «Das Geschäft sollte an der letzten Stadtratssitzung des Jahres am 18. Dezember behandelt werden», führt Rolf Maurer aus. Die öffentliche Auflage ist zu Beginn des neuen Jahres geplant. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 20.11.2009, 10:00 Uhr


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