«Das Handy zeigte an»
Von Christoph Aebischer. Aktualisiert am 30.12.2009
Ursula Stauffer: Kapo-Pressesprecherin. (Bild: BZ)
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Hat die Polizei die Stelle, an welcher die Leiche von Myles Robinson gefunden wurde, vorher schon abgesucht?
Ursula Stauffer: Am Abend des 22.Dezember, des Tages nach dem Verschwinden des jungen Mannes, überflog ein Hubschrauber mit einer Wärmebildkamra genau dieses Gebiet.
Weshalb fand er nichts?
Baumwipfel können Wärmestrahlen stark abschirmen. Am folgenden Tag war der Helikopter dann ein zweites Mal dort unterwegs, ebenfalls ohne Erfolg.
Zu Fuss suchte die Polizei das Gebiet nicht ab?
Nein. Das Gebiet ist sehr steil und unwegsam. Bei einer Personenfahndung werden Wege, Pfade und ihr Umfeld zu Fuss, der Rest per Helikopter abgesucht. Dies nicht zuletzt zur Sicherheit unserer Gebirgsspezialisten.
Weshalb war ein privater Suchtrupp nun erfolgreicher als die Polizei?
Da müssen Sie diese Personen fragen. Zu dieser privaten Initiative machen wir keine Angaben.
Wurde das Handy des Verunfallten angepeilt?
Im Normalfall wird natürlich zuerst versucht, die Person anzurufen. In diesem Fall wurde dann relativ schnell die Peilung in die Wege geleitet. Das Handy zeigte sogar an. Doch fand die Polizei am angegebenen Ort nichts. Im Gebirge ist eine Peilung schwierig. Felswände strahlen ab und verfälschen das Resultat. Zudem ist eine Peilung sowieso nicht metergenau.
Das Handy wurde gestern gefunden, aber nicht bei der Leiche?
Das stimmt. Es lag oberhalb am Hang.
Gibt es Hinweise, dass Alkohol oder Drogen im Spiel waren?
Zu diesem Thema ist es für weitere Angaben zu früh. Die Obduktion zeigte, dass der Mann an Sturzverletzungen starb. Hinweise auf Einwirkung von Dritten gibt es nicht.
War Myles Robinson alleine unterwegs?
Das ist Gegenstand weiterer Abklärungen. Auch den Beweggründen, die ihn an diesen Ort führten, wird nachgegangen.
Kann die Absturzzeit in etwa eruiert werden?
Mir ist nichts dazu bekannt. (Berner Zeitung)
Erstellt: 30.12.2009, 07:27 Uhr


