Da Vito: Dach wird nicht extra geschützt
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Mittlerweile liegt der Grossbrand an der Oberdorfstrasse 34 in Steffisburg rund einen Monat zurück. In der Nacht auf den 5.Januar war gegen 23.35 Uhr im Gasthof Linde mit der Pizzeria Da Vito ein Feuer ausgebrochen. Personen wurden beim Brand zwar keine verletzt, das Haus erlitt jedoch zahlreiche Feuer- und Wasserschäden. Rund 100 Personen der Feuerwehr Steffisburg, Thun und Heimberg standen während fast acht Stunden im Einsatz, bis sie die Flammen endlich unter Kontrolle bringen konnten.
Erste Schätzungen der Gebäudeversicherung Bern (GVB) ergaben am Tag nach dem Brand einen Schaden in der Höhe eines «tiefen einstelligen Millionenbetrags», wie GVB-Mediensprecherin Kirstin Steyer damals sagte. Unterdessen ist klar, dass sich die Schadensumme voraussichtlich auf rund zwei Millionen Franken belaufen wird. Da sich die Arbeit der Brandfahnder bis vor kurzem hinzog, konnten die GVB-Schätzungsexperten ihre Arbeit entsprechend verzögert aufnehmen. «Unsere Abklärungen sind noch immer im Gang», sagt Steyer.
«Ohnehin fast alles zerstört»
Anders als beim feuergeschädigten «Haus am Bahnhof» in Thun, das nach der Brandnacht im letzten Frühling mit einem Notdach ausgerüstet worden war, ist das teilweise offene Dach des Gebäudes an der Oberdorfstrasse nicht zusätzlich geschützt worden – auch jetzt nicht, nach dem Kälteeinbruch mit Schneefall und eisigen Temperaturen. «Weil die Flammen im Dachstock ohnehin fast alles zerstört haben, wäre es unverhältnismässig, diesen noch speziell zu schützen», hält Kirstin Steyer fest. In den unteren Geschossen sei dagegen durchaus noch einiges zu retten. Zur Erinnerung: Im Dachstock des Gasthofs Linde befanden sich insgesamt zwölf Gästezimmer, die zum Zeitpunkt des Brandes aber zum Glück nicht belegt waren.
Von der Situation vor Ort noch gar keinen Augenschein nehmen konnte Stephan Barmettler, Inhaber der Firma Barmettler Immobilien in Heimberg, die das Gebäude verwaltet. «Die GVB hat das Haus noch nicht freigegeben, deshalb werden wir uns die Schäden wohl erst in zwei bis drei Wochen ansehen können», sagt Barmettler. Er geht davon aus, dass das Gebäude durch die lange andauernden Löscharbeiten richtiggehend «ertränkt» worden ist.
Was zum Brand führte, ist derweil weiter unklar. Nicolas Kessler, Mediensprecher der Kantonspolizei, sagt auf Anfrage: «Unsere Ermittlungen zur Brandursache sind nach wie vor am Laufen. Es kann daher noch nichts Neues gesagt werden.» Die Pächter der Pizzeria Da Vito waren – wie bereits im Januar – für eine Stellungnahme gegenüber dieser Zeitung nicht erreichbar. (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 07.02.2012, 17:31 Uhr
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