Bürgerliches Team für den Umschwung

Von Fabian von Allmen. Aktualisiert am 11.03.2010 1 Kommentar

Die fünf bürgerlichen Regierungsratskandidaten präsentierten sich in Interlaken und weibelten für die bürgerliche Mehrheit.

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Sie präsentieren sich als eine Mannschaft, sie haben ein Ziel: die Rückeroberung der bürgerlichen Mehrheit in der Berner Regierung. Gestern präsentierten sich die fünf Kandidaten von BDP, FDP und SVP dem Handels- und Industrieverein (HIV) Interlaken-Oberhasli in Interlaken. Regierungsrat Hans-Jürg Käser (FDP) setzt auf die Wahlbeteiligung: «Die Mehrheit im Kanton Bern denkt bürgerlich. Sie muss nur zur Urne gehen.» Der HIV setzt deswegen auf die Mobilisierung der Bevölkerung mittels Plakaten und Flugblättern und unterstützt nicht einen einzelnen Kandidaten, wie der Präsident der Sektion Heinz Egli sagte.

Die bürgerlichen Kandidaten stehen gemeinsam für tragbare Steuern, Sicherheit im öffentlichen Raum, der Arbeitsplätze und der Energieversorgung ein. Hans-Jürg Käser: «Wir wollen nicht für jede gesellschaftliche Entwicklung ein neues Gesetz oder ein Verbot, sondern setzen auf die Eigenverantwortung der Bürger.»

Einsatz fürs Oberland?

Was aber würde sich mit einem bürgerlichen Regierungsrat für das Berner Oberland ändern? Albert Rösti (SVP), als Uetendorfer und ehemaliger Kandersteger einziger Oberländer Kandidat, will sich gegen die weitere Abwanderung der Arbeitsplätze in die Zentren einsetzen. «Auch Spezifisches wie die Schifffahrt, die Spitalpolitik oder der Tourismus, der von der Regierung zu stiefmütterlich behandelt wird, sind für mich zentral», sagt Rösti.

BDP-Kandidatin Beatrice Simon stört die von der jetzigen Regierung vorangetriebene Politik der Zwangsfusion von Gemeinden: «Das ist eine falsche Entwicklung, dagegen wehren wir uns.» Zentrales Anliegen ist Beatrice Simon auch die Sicherstellung der Energieversorgung, etwa mit einem neuen Atomkraftwerk Mühleberg. «Die jetzige rot-grüne Mehrheit ist eher stadtorientiert», sagt der Bernjurassier Sylvain Astier (FDP). «Doch gerade in Randregionen ist etwa der Ausbau des öffentlichen Verkehrs zentral.» So will sich Astier für den Flughafen Bern-Belp einsetzen, den er als grosse Chance für den Tourismus sieht.

Auf dem Land läufts anders

Auch Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) sieht in der Beziehung Stadt–Land eine grosse Herausforderung. «Es wird leicht vergessen, dass es auf dem Land anders läuft», sagt er. «Wird in Schattenhalb eine Busverbindung gestrichen, ist das viel einschneidender als etwa in Konolfingen.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 11.03.2010, 20:22 Uhr

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1 Kommentar

Hans Kipfer

11.03.2010, 21:02 Uhr
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einmal mehr wird der Thuner Marc Jost EVP als Kandidat vergessen, oder warum wird A.Rösti als einiziger Oberländer Kandidat bezeichnet? In Spiez das Lehrerseminar besucht, in Hofstetten als Lehrer gewirkt und heute in Thun mit seiner Familie wohnhaft: Somit darf Marc Jost wohl auch als Oberländer Kandidat bezeichnet werden. Meine Stimme als Oberländer Vertreter hat er. Hans Kipfer, Grossrat EVP Antworten



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