Bellevue öffnet wieder

AdelbodenDas Parkhotel Bellevue&Spa hat im Frühling einen prägenden Umbau realisiert: Hoteleingang, Halle und Speisesaal wurden komplett erneuert. Nach einer neunwöchigen Bauphase wird es heute wieder eröffnet.

Das Parkhotel Bellevue&Spa  in Adelboden eröffnet heute Freitag neu.  Der während neun Wochen realisierte Teilumbau betraf das Erdgeschoss, das sich dank grossen Fenstern weiterhin  luftdurchflutet präsentiert. Im Bild die Frontseite mit dem neu gestalteten  Eingang.

Das Parkhotel Bellevue&Spa in Adelboden eröffnet heute Freitag neu. Der während neun Wochen realisierte Teilumbau betraf das Erdgeschoss, das sich dank grossen Fenstern weiterhin luftdurchflutet präsentiert. Im Bild die Frontseite mit dem neu gestalteten Eingang. Bild: Markus Hubacher

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Das Vierstern-Superior-Hotel Bellevue in Adelboden gehört der Familie Richard, die es selber während dreier Generationen geführt hat. In diesem Frühling liessen die Besitzer jetzt das nun von Irene und Martin Müller geführte Hotel innert neun Monaten umbauen. «Nach dem Leitsatz ‹Vorwärts zu den Wurzeln› ging die Basler Architekten Buchner Bründler AG die anspruchsvolle Bauaufgabe im traditionsreichen Parkhotel Bellevue&Spa an», informiert Franziska Richard als Marketingverantwortliche. «Die Aufgabe erwies sich als Suche nach einer zeitgemässen Sprache, um die 112-jährige Geschichte des Hauses weiterzuschreiben, ohne das alte Bellevue kopieren oder wiederherstellen zu wollen.» Investiert wurden insgesamt rund 1,4 Millionen Franken.

Die weitgehend unveränderte Fassade aus dem Jahr 1931 – das Hotel wurde damals nach einem Brand wieder neu aufgebaut – erhielt mit einem Rückbau von später angebauten Elementen seine räumliche Dramaturgie und seine Klarheit zurück: frontaler Eingang in der Mitte, flankierend auf beiden Seiten Speisesaal und Halle. Das Haus steht wie früher wieder auf einem grauen Sockel.

Grosszügig und elegant

Das alte Bellevue war lichtdurchflutet, das neue ist es auch: Die grossen Fenster in der Halle und im Speisesaal lassen sich weit nach oben öffnen. Sie ermöglichen einen eindrücklichen Blick in die Berge. «Sie betonen die Horizonte und lassen eine Panoramasituation entstehen, die an die Blütezeit der Schweizer Hotellerie in den Bergen erinnert und natürlich auch ans alte Bellevue», sagt Andreas Bründler. Mehr Raum und Luftigkeit habe auch mit dem Anheben der Decken erreicht werden können. «Damit gewinnt der Auftritt des Hotels an Grosszügigkeit und Eleganz», meint Bründler. «Als Bodenbelag wurde ein Eichenparkett gewählt, das für fliessende Übergänge und räumliche Grosszügigkeit sorgt.»

Die neue Raumhöhe und der beinahe quadratische Grundriss betonen den Charakter des Speisesaals als traditionellen Raum. Seitenbänke schaffen zugleich Orte der Individualität. Der Schmuck der Halle sind die Vintagemöbel und -leuchten, die das zeitgemässe Interieur ergänzen. Projektleiter Andreas Richard erklärt dazu: «Diese Klassiker widerspiegeln die lange Tradition des Hauses und das Bewusstsein für Qualität und Geschichte.»

Mit Fernwärme versorgt

Zeitgleich mit dem Umbau erfolgte die Umrüstung auf ein umweltfreundliches Heizsystem. Diesen Frühling hat sich das Parkhotel Bellevue&Spa dem Wärmeverbund der Adelheiz AG angeschlossen, die das Hotel zukünftig mit erneuerbarer, aus Holzschnitzeln gewonnener Fernwärme versorgt. Dank ihr kann das Hotel die CO2-Emissionen jährlich um 265 Tonnen senken, womit es einen Beitrag zur CO2-Reduktion leistet. Die Umrüstung wurde von der Klimastiftung Schweiz finanziell unterstützt.

Zur Besichtigung des Bellevue sowie zu einem Apéro ist die Bevölkerung am Montag, 24.Juni, zwischen 14 und 19 Uhr eingeladen. (prr/BO)

(Erstellt: 14.06.2013, 08:57 Uhr)

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