Armee sperrte Aare ohne Ankündigung
Von Marco Zysset. Aktualisiert am 14.07.2011 34 Kommentare
Zweiter TeleBärn-Beitrag
Erster Beitrag von Telebärn
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Wie TeleBärn am Dienstag publik machte, kam es in Jaberg zu einem Zwischenfall mit Aarebötlern. Der TV-Sender berichtete von panikartigen Szenen, weil Soldaten oberhalb von Jaberg Bootsfahrern befahlen, sofort auszuwassern. Menschen hätten geschrien und um ihr Leben gefürchtet.
Laut Heeressprecher Daniel Reist waren gestern und vorgestern Soldaten des Katastrophenhilfebataillons 1 in Jaberg im Einsatz. Eine Kompanie hatte den Auftrag, an der Übersetzstelle in Jaberg übungshalber eine Brücke zu bauen. «Der Kompaniekommandant hat die Übersetzstelle ordnungsgemäss reserviert und den Einsatz angemeldet», sagt Reist. Er versichert ferner: «Die Soldaten haben vorschriftsgemäss Signale aufgestellt, die auf das Hindernis hinwiesen und die Bootsfahrer auf der Aare zum Auswassern aufforderten.»
Stau beim Auswassern
Das Problem am Dienstag war, dass sehr viele Gummibootkapitäne unterwegs waren. So kam es bei der Auswasserungsstelle, die das Militär empfahl, bald zu einem veritablen Stau. Deshalb fingen Soldaten in Booten die Touristen rund 500 Meter oberhalb dieser Auswasserungsstelle ab und forderten sie auf, den Fluss zu verlassen. Die Insassen zweier Boote folgten dieser Aufforderung nicht. Sie kollidierten bei der Übersetzstelle mit einem Kabel und verletzten sich. Über die Art und Schwere der Verletzungen konnte Reist keine Angaben machen. Das Kabel war laut dem Heeressprecher nötig für den Brückenbau. Die Bootsfahrer, die rechtzeitig auswassern konnten, mussten mit ihren Vehikeln mehrere 100 Meter zu Fuss zurücklegen.
Warum keine Info im Voraus?
Obschon rechtlich offenbar alles korrekt verlaufen ist, stellt sich die Frage, warum niemand auf die Idee kam, die Öffentlichkeit im Voraus zu informieren, dass der Fluss an einem Sommerferientag gesperrt wird. «Grundsätzlich besteht keine Informationspflicht», sagt Reist. Er räumt aber ein, dass seitens der Armee wohl entsprechende Überlegungen angestellt werden müssten: «Eine Information über die lokalen Medien oder im konkreten Fall bei der Einwasserungsstelle in Thun könnte durchaus sinnvoll sein.»
Pikant ist: Während Jaberg gemäss Vize-Gemeindepräsidentin Ruth Brügger über den Brückenbau in einem Zeitfenster vom 11. bis 14.Juli informiert war, sagt Kiesens Gemeindeschreiber Heinz Aebersold: «Wir wurden bis heute nie informiert, wenn eine Brücke gebaut wurde.» Dabei liegt ein Brückenkopf auf Kiesener Boden, einer auf Jaberger Boden. Heeressprecher Reist konnte dazu gestern keine Stellung nehmen. Die zuständige Person sei erst heute wieder erreichbar, sagte er. (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 14.07.2011, 07:42 Uhr
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34 Kommentare
wir waren als böötler unterwegs, war kein problem uns wurde von den soldaten nett und kompetent geholfen. das viele überfordert sind in situationen die sie nicht kennen, erlebt man täglich im strassenverkehr. nur regt sich da niemand mehr auf, weil normal. üben macht nur real einen sinn, dies ist aufgabe der armee. Antworten



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