Thun

Armee erwartet rund 160 000 Besucher in Thun

ThunAm kommenden Freitag und Samstag nimmt die Armee die Stadt Thun in Beschlag. In der Innenstadt und auf dem Waffenplatz steht die grosse Militärschau «Thun meets Army & Air Force» an.

Zugführer Milo Frey (r.) koordiniert den Ablad der Holzelemente, welche die Rekruten der Infanterierekrutenschule aus Chur für ihre Hauskampfvorführungen aufbauen.

Zugführer Milo Frey (r.) koordiniert den Ablad der Holzelemente, welche die Rekruten der Infanterierekrutenschule aus Chur für ihre Hauskampfvorführungen aufbauen. Bild: Stefan Kammermann

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Der ehemalige Oberleutnant Paul Aeschlimann aus Langnau hat auf dem Thuner Waffenplatz alle Hände voll zu tun. Mit einem Trupp Gleichgesinnter baut er ein Zeltlager für rund 40 Pferde auf. Die Gruppe Militärnostalgiker der ehemaligen Schweizer Kavallerieschwadron 1972 bereitet sich auf ihren Auftritt an der grossen Militärschau «Thun meets Army & Air Force» vom kommenden Freitag und Samstag vor.

«Wir freuen uns sehr, die Kavallerie wieder aufleben zu lassen, dies ist unser Hobby», sagt der Truppenführer. Nur einen Steinwurf daneben sind Rekruten der Infanterierekrutenschule aus Chur gleichzeitig daran, mit grossen Holzelementen auf der grünen Wiese Häuser nachzubauen. «Wir werden hier den modernen Hauskampf demonstrieren», erklärt Zugführer Milo Frey.

Moderne und Geschichte treffen sich

Rasch wird klar, dass am kommenden Freitag und Samstag in der Thuner Innenstadt und auf dem Waffenplatzgelände in Sachen Armee Moderne und Geschichte aufeinandertreffen werden. «Die Vorbereitungen für den Grossanlass sind gut angelaufen, wir sind auf Kurs», sagt Informationsoffizier Kevin Guerrero.Die zweitägige Veranstaltung wird im Rahmen der Kampagne «Deine Armee» durchgeführt und soll rund 160 000 Besucherinnen und Besucher nach Thun locken.

Über 2500 Angehörige der Armee werden sich bis zum Samstagabend auf dem Thuner Stadtgebiet wie auch auf dem ganzen Waffenplatz präsentieren. «Das Gros der Lehrverbände und Kompetenzzentren der Armee sowie Partner aus dem Bund und zivile Aussteller werden vor Ort sein», erläutert Kevin Guerrero.

Definitiv mit Flugschau

Die Höhepunkte an beiden Tagen sind indes ein grosses Defilee auf dem Waffenplatzgelände sowie jeweils am Mittag die Vorführungen der Patrouille Suisse. Die Kunstflugstaffel der Schweizer Armee wird nach einem durch Flugunfälle bedingten Unterbruch wieder auftreten und ihre Flugschau über dem Thuner Waffenplatz zeigen.

Ein Schmankerl der besonderen Sorte dürfte auch das Defilee sein, das ebenfalls an beiden Tagen jeweils am Nachmittag über die Bühne geht. Nehmen doch rund 70 gepanzerte Fahrzeuge, 36 weitere Armeefahrzeuge, 11 Flugzeuge und 600 Armeeangehörige daran teil.

Weiter präsentieren sich auf der Lachenwiese und dem Thunersee die Lehrverbände Genie und Rettung. Unter anderem auch mit einem Fährbetrieb in die Innenstadt. Zudem öffnet das Armeelogistikcenter Thun seine Türen. ­Abgerundet wird der Anlass jeweils am Abend mit Konzerten von Luca Hänni auf dem Rathausplatz.

Den ÖV benutzen

«Mit dem Grossanlass wollen wir die Armee der Bevölkerung näherbringen», betont Armeesprecher Daniel Reist. Insbesondere die Darbietungen in der Thuner Innenstadt seien auf die Zielgruppe der 15- bis 20-Jährigen ausgelegt. So werden an verschiedenen Ständen die vielfäl­tigen Berufe der Armee vorgestellt. Wie Daniel Reist weiter ausführt, lässt sich das Militär diesen Auftritt in Thun zugunsten der Bevölkerung rund 500 000 Franken kosten.

Die Verantwortlichen raten denn auch dazu, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. Ab dem Bahnhof Thun stehen Extrabusse zur Verfügung, welche die verschiedenen Ausstellungszonen miteinander verbinden. Gebührenpflichtige Parkplätze stehen auf dem Waffenplatz zur Verfügung und sind mit Shuttlebussen erschlossen.

Für Reisende aus Richtung Luzern und Brünig stehen Parkplätze auf dem ehemaligen Militärflugplatz Interlaken bereit. Es verkehren Shuttlebusse zwischen Interlaken und Thun.


www.thunmeetsarmy.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 18.10.2016, 20:43 Uhr

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