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Andrea Huser startet am Patagonian Expedition Race in Chile
Andrea Huser, hier am Napf-Marathon 2008, startet am Dienstag in Patagonien zum Wenger Patagonian Expedition Race. (Bild: Archiv TT/Wüthrich)
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Kalt wirds werden, kalt, rau und windig. Denn beim Adventure-Rennen Wenger Patagonian Expedition Race durchs südliche Chile ist garstiges Wetter Programm. Als wären die Distanzen, die vielen Höhenmeter und die dadurch resultierenden Langzeitbelastungen nicht schon Herausforderung genug. Hunderte von Kilometern gilt es zu Fuss, mit Bike oder Kajak zu bewältigen. Und das möglichst schnell. Fast ohne Pause wird das Schweizer Team mit Teamcaptain Beni Hug, Alex Gisler, Thomas Gasser und Andrea Huser aus Aeschlen ob Gunten unterwegs sein.
Strapazen ohne Ende
Trotz der widrigen Umstände freut sich die 37-jährige Huser auf die Herausforderung und ist voller Entdeckungshunger: «Ich weiss nicht genau, was auf uns und im Speziellen auf mich zukommen wird.» Denn der Parcours, den es zu bewältigen gilt, wird erst 24 Stunden vor dem Start bekannt gegeben. Sicher ist einzig: Es warten lange Belastungen mit sehr wenig Schlaf. Stundenlange Kajak-Strecken im welligen Meer werden eine besondere Hauptherausforderung sein. Zudem ist mit einer hohen Ausfallquote zu rechnen: Vor einem Jahr schafften es von 25 Equipen lediglich fünf ins Ziel. Die andern scheiterten, unter anderem wegen Energiemangel oder gar weil sie an Halluzinationen litten. «Unser Ziel kann nur das Durchkommen sein», sagt deshalb Andrea Huser.
Notfalls ziehen lassen
Eine spezielle Unbekannte stellt für die ausgewiesene Multisportlerin ihre eigene Rolle dar. Die einstige Europameisterin im Mountainbike-Marathon und Ausdauerathletin ist die einzige Frau im Schweizer Viererteam. An der Seite der drei erfahrenen Ausdauerathleten ist für sie klar: «Ich bin das schwächste Glied im Team.» Ein Problem sieht sie darin allerdings nicht. «Ich bin mir dieser Rolle bewusst und will mir deswegen nicht zu viel Druck machen.» Sie zählt auf die Unterstützung ihrer männlichen Mitstreiter. Im Notfall sieht sie die Möglichkeit, sich mittels eines Seils ziehen zu lassen. Trotz ihrer besonderen Rolle betont Huser: «Wir Frauen sind zwar das schwache Geschlecht, aber wir sind zäh.»
Die Erfahrung aus ähnlichen Wettkämpfen lehrte Andrea Huser, dass Krisen vorprogrammiert sind. «Jeder wird einmal einen schlechten Tag einziehen», sagt sie. Da gelte es für die Teammitglieder, Rücksicht zu nehmen, sich anzupassen. «Solche Downs gilt es zu akzeptieren, mit ihnen muss man sich abfinden.» (pd/TT)
Erstellt: 28.02.2010, 12:01 Uhr
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