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Altes Spital wird für 21 Millionen saniert

Von Debora Stulz. Aktualisiert am 06.05.2011

Der Kanton ermöglicht die Sanierung des Pflegeheims im Gebäude des ehemaligen Spitals Wattenwil. Die Investitionen belaufen sich auf rund 21 Millionen.

Das alte Spital in Wattenwil wird als Pflegeheim genützt, es wird voraussichtlich 2014 saniert.

Das alte Spital in Wattenwil wird als Pflegeheim genützt, es wird voraussichtlich 2014 saniert.
Bild: zvg

Gute Nachricht für die Betreiberin des Alters- und Pflegeheims Wattenwil, die Stiftung Dr.Ludwig Meyer. Das Okay der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern für die Sanierung des ehemaligen Spitals und heutigen Pflegeheims ist vor einigen Tagen eingetroffen. Die Zustimmung der Abteilung Alter vom Alters- und Behindertenamt wurde wegen Anpassungen der Baupläne notwendig. Die Pläne des Siegerprojektes «K2» des Büros Binggeli Architekten aus Biel mussten aus Spargründen überarbeitet werden. Die damals berechneten Kosten von 34 Millionen wären für den Betrieb nicht tragbar gewesen. Der Stiftungsrat hat die Planer deshalb beauftragt, das gesamte Projekt zu redimensionieren. Laut Stiftungsratspräsident Erich Obrist liegt die Kostengrenze bei maximal 21 Millionen.

Anforderungen erfüllen

Das Alters- und Pflegeheim Wattenwil verfügt insgesamt über 90 Betten. Im Pflegeheim, dem sogenannten Haus Gürbeblick, leben 47 Frauen und Männer mit verschiedenen Pflegestufen. Sie werden von 60 Mitarbeitenden in Voll- und Teilzeitstellen betreut. Damit die neusten Anforderungen und Erkenntnisse für die Betreuung der Bewohner und die Flexibilität des Personals auch in Zukunft gewährleistet werden können, wird das ehemalige Spitalgebäude total saniert. Neben dem Ausbau der Zimmer wird mit der Sanierung auch eine geschlossene Demenzabteilung mit Garten entstehen. Die Küche im Untergeschoss des Pflegeheims wird ebenfalls umgebaut. Der Baubeginn ist für 2014 geplant.

Modulbau oder Umzug

Während des Umbaus kann das Pflegeheim nicht genutzt werden. Der Betrieb wird jedoch ausserhalb des Heims aufrechterhalten. Derzeit laufen die Abklärungen über verschiedene Möglichkeiten in Wattenwil oder ausserhalb. Infrage kommen ein spezieller Modulbau für Altersheime oder der vorübergehende Umzug in ein leer stehendes, den Anforderungen entsprechendes Heim- oder Spitalgebäude. Für Geschäftsleiter Philippe Daucourt und für die Betreiberfirma sei es wichtig, dass die Bewohner und das Personal während dieser Zeit zusammenbleiben und dass das gewohnte Betreuungsangebot aufrechterhalten werden kann, betont die Betriebsleitung. Die Bewohner des Altersheims und das Personal bleiben während des Umbaus in ihrer gewohnten Umgebung im Haus Niesenblick. Das renovierte Pflegeheim soll 2016 wieder bezogen werden.

Angebot bereits optimiert

Das Alters- und Pflegeheim Wattenwil gehört zu den grösseren Altersinstitutionen der Region. Das Einzugsgebiet reicht von Uetendorf über das Stockental und das Gürbetal bis nach Rüeggisberg. Die Bedürfnisse der Bewohner verändern sich auch in dieser Institution stetig. Deshalb wurden auch während der Vorbereitungsphase für den Umbau in beiden Häusern laufend Anpassungen vorgenommen. Unter anderem sind mehrere Mehrbettzimmer in Einerzimmer umgebaut worden.

Täglich frische Mahlzeiten

Vom neuen Leiter der Gastronomie, Stephan Schönthal, wurde auch das kulinarische Angebot optimiert und ausgebaut. Neben den Mahlzeiten für Bewohner und Tagesgäste bereitet das Küchenteam täglich frische Mahlzeiten für die Kunden der Spitex Oberes Gürbetal zu. Dieser Service wird auch während des Umbaus aufrechterhalten. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 06.05.2011, 10:23 Uhr

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