281 Teilnehmer an der 3. Zberg Charity Classic

Von Burno Petroni. Aktualisiert am 09.08.2010

Eine Rekordzahl von 281 Teilnehmern fuhr gestern an der 3.Zberg Charity Classic mit. Die Gesundheits-Trophy ging an die Alpinschule Bergfalke. Und «Schibä» stellte seine musikalische Liebeserklärung ans Oberland vor.

Ab hier gilt es ernst: Kurt Kammermann, späterer Sieger im Einzelzeitfahren (Vordergrund links) und dahinter Markus Zberg nehmen ausgangs Leissigen die neun Kilometer lange Steigung nach Aeschiried in Angriff. Über 225 Radsportler starteten gestern zur 3.Markus Zberg Charity Classic rund um den Thunersee.

Ab hier gilt es ernst: Kurt Kammermann, späterer Sieger im Einzelzeitfahren (Vordergrund links) und dahinter Markus Zberg nehmen ausgangs Leissigen die neun Kilometer lange Steigung nach Aeschiried in Angriff. Über 225 Radsportler starteten gestern zur 3.Markus Zberg Charity Classic rund um den Thunersee.
Bild: Bruno Petroni

Kinder lernen die Natur kennen

Mit dem Ziel, Gesundheits- und Tourismusangebote auszubauen, werden für die Gesundheits-Trophy seit vier Jahren innovative, regionale Projekte nominiert. Diese müssen der Philosophie der Trägerschaft Gesundheits-Oase Berner Oberland (GeOBeO) entsprechen und neue Wege in Bewegung, Ernährung, Schönheit und Entspannung gehen. Die bisherigen Sieger der Gesundheits-Trophy waren im Jahr 2007 Therese Hostettler (Förderung des Radsports), 2008 Marlene Bellwalder (Kneipp-Oase in der Spiezer Bucht) und Peter Dütschler (Panorama-Rundweg um den Thunersee).

Auch dieses Jahr wurden 20 Projekte nominiert. Die Trophy ging an die Alpinschule Bergfalke in Thun. Diese organisiert für Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren Outdoorerlebnisse. «Die Kinder lernen unter anderem die Alpentiere kennen, dürfen Bergkristalle suchen und haben die Möglichkeit zu Gletscher- oder Klettersteigtouren», sagt Organisatorin Anita Rossel von der Alpinschule Bergfalke.

Die weiteren Klassierten: 2.Adelboden Tourismus (Alpine Wellness); 3.Seniorenrat der Stadt Thun (Bewegen-Begegnen); 4.STR-Tourismus (Planetenweg); 5.Thunersee-Beatenberg-Niederhornbahnen (Kinder-OL); 6.Rad-Wander-Ferien Thun-West.

Links

Regen nach dem Start im Gwatt-Zentrum, dann wieder brennende Sonne während des späteren Einzelzeitfahrens: Die Widerstandskraft der 161 Elite-Radfahrer an der 3.Markus Zberg Charity Classic über 80 Kilometer wurde gestern Sonntagmorgen auf die Probe gestellt. So pedalte das Fahrerfeld auf regennasser Strasse dem rechten Thunerseeufer entlang nach Unterseen, ehe sich kurze Zeit später in Leissigen am Start zum Zeitfahren die Sommerhitze zurückmeldete. Dort war dann auch fertig lustig: Mit 70 Kilometern in den Beinen galt es für die Sportler, so schnell wie möglich das Ziel neben der Chemihütte in Aeschiried zu erreichen.

Neuer Teilnehmerrekord

Das 9 Kilometer lange Bergzeitfahren über 439 Höhenmeter von Leissigen nach Aeschiried gewann Kurt Kammermann aus Wichtrach in 20:13 Minuten. Mit mehr als einer halben Minute Rückstand fuhr der Tessiner Giuseppe Ribolzi auf Platz zwei. Noch vor Eintreffen der letzten Klassierten begann es auch wieder zu regnen – quasi eine vorgezogene Dusche für die Rückfahrt zum Gwatt-Zentrum.

64 Radfahrer umrundeten den Thunersee ohne anschliessendes Bergzeitfahren in der Kategorie Hobby, und auch die neue Plauschkategorie für Familien über 15 Kilometer im Raum Thun bestritten 56 Teilnehmer. Die Markus Zberg Charity Classic erfreute sich somit eines neuen Teilnehmerrekordes von 281 Velofans.

«Bi dir cha’ni läbe»

Bereits am Samstag wurde das festliche Wochenende im Gwatt-Zentrum lanciert durch die Verleihung der 4.Gesundheits-Trophy. Diese ging an die Alpinschule Bergfalke. Anita Rossel durfte die Trophäe – einen tönernen Fisch aus dem Atelier des Künstlers Beat Stähli – entgegennehmen.

Schon fast Tradition ist die Präsentation eines neuen Gesundheits-Oase-Songs durch einen lokalen Musiker anlässlich der Gesundheits-Trophy. Nach Oesch’s die Dritten, Marco Balzli und Slädu Perica war die Reihe dieses Jahr an Andreas Scheiben alias «Schibä». Der Leadsänger der Thuner Rockband Aextra erinnert sich an die Woche, während welcher er die Ballade komponiert hat: «Ich überlegte einfach, was das Berner Oberland für mich ist, und was es für die auswärtigen Besucher ist. All diese Gedanken sind jetzt in diesem Song.» Der neue Ohrwurm des 30-jährigen Sängers dürfte möglicherweise zu einem Hit avancieren: «Bi dir cha’ni läbe, cha’ni flüge, cha’ni schwäbe.» Trägervereinspräsident Beat Oehrli zeigte sich jedenfalls begeistert vom neuen Song: «Diesen müsste man unbedingt vermarkten. Einfach genial!»

Konzertpause und Freibier

Nach Auftritten des Thuner Musikers Rolf Luginbühl, des Scharnachtaler Chansoniers Stefan Heimoz und Nils Burri (Frutigen) stieg am späteren Samstagabend ein 90-minütiges Funk-Jazz-Gewitter von Funky Brotherhood. Der Bass und die gewaltige Soulstimme der US-Leadsängerin Freda Goodlet heizten nicht nur den 500 Besuchern ein, sondern waren sogar bei den gleichzeitig laufenden Thuner Seespielen 2 Kilometer nördlich des Gwatt-Zentrums zu hören. Aus Rücksicht auf die Seespiele unterbrachen die Veranstalter in der Folge das Konzert während einer halben Stunde. Dafür gabs eine Runde Freibier für alle.

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 09.08.2010, 09:48 Uhr

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