15 Guggen «erhudeln» das Tal
Von Peter Rothacher . Aktualisiert am 09.03.2010 1 Kommentar
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Die Guggen und Gruppen
Am 13. März um 13.37 starten diese Guggen/Gruppen zum Umzug: Nölli Grötze Lozärn, Räbumusig Rain, Aubrighäxe Vorderthal, Schattepööggle Wimmis, Autstadtflöh Biel, Zinökler Bern, Noteschletzer Burgdorf, Chatzeschwänz Thun, Säins Tschikken Uetendorf, Le Furz de Bärn, Guggemotzer Ittigen, Thuner Seehüüler, Grönbachgusler Merligen, Goldiguuger Goldiwil, XS-Excess Bachnang (D), Bödeli Rasselbande Interlaken und Hagazussas Thun.
Das weitere Programm:
Ab 15 Uhr: Guggenmusik im Festzelt (dazwischen DJ Dan), in den Beizen und bei der Post.
16 Uhr: Kostümprämierung der Kinder im Festzelt (Bühne Bahnhof).
22 Uhr: Kostümprämierung der Erwachsenen.
23 Uhr: Bassistenkongress im Restaurant Hirschen.
23.40 Uhr: Bassistenumzug.
24.00 Uhr: Monsterkonzert.
Ab 04.00 Uhr: Frühstücksbuffet im Restaurant Rössli. prr>
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2009 schien die Diemtigtaler Fasnacht wegen Abgängen aus dem OK gefährdet. Jetzt hat mit Doris Mani eine Frau der ersten Stunde das Präsidium übernommen. Sie strotzt vor Zuversicht: «Die 15 Guggenmusiken und zwei Hexengruppen zeigen, dass unsere Fasnacht nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Aktiven sehr beliebt ist.» Die Nachfolgerin des bisherigen OK-Präsidenten Andres Inäbnit hatte den Anlass 1998 als kleine Höfli-Fasnacht ins Leben gerufen.
Luzerner feiern Jubiläum
Die Nölli Grötze Lozärn sind Patenzunft der Diemtigtaler und seit 2002 Stammgast in Oey. Die imposante Gugge feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen und wird den Umzug am Samstag anführen. «Wir waren schon an vielen Orten zu Gast, aber hier gefällt es uns am besten», lautet die Beurteilung des Tambourmajors Reto Käch. «Die Leute hier sind urchig, bedächtig und doch kontaktfreudig – sie haben einen eigenen Charme.»
Das Fasnachtstreiben hat auch die einheimische Bevölkerung erfasst. «So haben sich kreative Elterngruppen gebildet, die mit ihren Kindern regelmässig auf den Anlass hin arbeiten», freut sich Doris Mani. Damit stossen auch die Kostümprämierungen der Kinder und der Erwachsenen auf immer grösseres Interesse.
Die Schnitzelbänke singenden Mafiosi fehlen heuer aus privaten Gründen. «Wer will, darf gerne einspringen und etwas vortragen», sagt Mani. Die Fasnachts- plakette zum Thema Tutti Frutti hat der Hobby-Künstler Reto Rüfenacht entworfen.
Jugendschutz durchsetzen
Bei grösseren Festivitäten ist zunehmend die Sicherheit ein Thema. Die OK-Präsidentin informiert: «Nebst der bisherigen Polizeipräsenz haben wir einen Sicherheitsdienst engagiert. Im Zelt ist neu Rauchverbot und mit verschiedenfarbigen Festbändeln wird das Alter der Besucher erkennbar gemacht. Dies im Zusammenhang mit dem Alkoholverkauf.» Der bewährte Taxidienst wird aufrecht erhalten.
Das OK bezieht Eltern und Erziehungsberechtigte ins Jugendschutzkonzept ein. So wurde komuniziert dass:
•Kinder unter 14 Jahren ab 22 Uhr in Begleitung einer Erwachsenen Person sein müssen. Das gilt ab Mitternacht auch für Jugendliche unter 16 Jahren;
•Alkoholkonsum unter 16 Jahren verboten ist und der Konsum von Spirituosen erst ab 18 Jahren erlaubt ist;
•Bei Verstössen oder auffälligem Verhalten die Eltern kontaktiert oder gegebenenfalls die Polizei alarmiert wird;
•Bei Beschädigungen Anzeige erstattet wird.
Weitere Zukunft planen
«Klar ist, dass nicht alle gleichviel Freude an der Fasnacht haben», sagt Mani. «Wir sind auf Toleranz angewiesen, nehmen Hinweise zu Mängeln entgegen und sind für Verbesserungen offen.» Nach der Fasnacht 2010 soll die Zukunft des Anlasses – inlusive Hauptstandort – mit Vertretern aller Beteiligter besprochen werden. «Durch eine verbesserte Nutzung vorhandener Ressourcen könnte die Belastung für das OK reduziert werden. Für das Diemtigtal ist die Fasnacht aber bereits jetzt ein Werbeanlass», ist Doris Mani überzeugt.
(Berner Oberländer)
Erstellt: 09.03.2010, 09:10 Uhr
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