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110 Millionen Schaden vermieden

Von Bruno Petroni. Aktualisiert am 15.10.2011 1 Kommentar

Wie die Weisse Lütschine ihren Weg unter den BOB-Bahngleisen hindurch fand. Und warum dank der Investition in Schutzbauten durch die Mobiliar am Montag 110 Millionen Franken weitere Schäden vermieden wurden.

«Entgleiste» Lütschine: Unter der Bildmitte ist gut zu sehen, wie sich der Bach seinen eigenen Weg suchte und das BOB-Gleis freilegte. (Bild: Ferdinand Waespe)

Welchen neuen Weg sich die Weisse Lütschine im Bereich der Schmelzi oberhalb von Zweilütschinen am letzten Montag während des Unwetters gebahnt hat, zeigt dieser Blick von der 600 Meter höher gelegenen Hunnenfluh: Das Gewässer hat mehrere Tausend Kubikmeter Erdmasse weggespült; über 50 Meter hängt der Schienenstrang der Berner-Oberland-Bahn in der Luft. Jürg Lauper, Leiter Infrastruktur der Jungfraubahnen, erklärt, wie es zu dieser «Entgleisung» der Lütschine gekommen ist: «Wenn es in diesem relativ flachen Flussbett massive Geschiebeablagerungen gibt, verschmälert sich das Flussprofil, bis sich das Wasser plötzlich einen neuen Weg sucht. Diesen fanden die Fluten im Fall der Schmelzi auf der linken Seite.»

Die Wiederherstellung des Bahntrassees dauert voraussichtlich mehrere Wochen. Während dieser Zeit verkehren zwischen Zweilütschinen und Lauterbrunnen Ersatzbusse mit Anschluss an die weiteren öffentlichen Verkehrsmittel.

110 Millionen Schaden verhindert

Wie die Mobiliar-Versicherung gestern mitteilte, konnten beim neusten Unwetter Schäden an Hausrat und Firmeneinrichtungen von über 110 Millionen Franken vermieden werden.

Nach dem Hochwasser von 2005 hatte die Mobiliar 20 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft für Präventionsprojekte bereitgestellt. Mit dieser Anschubfinanzierung wurden unter anderem drei Bauten in betroffenen Gebieten des Berner Oberlandes unterstützt. «Am Montag haben sich diese Investitionen bereits mehrfach ausbezahlt», schreibt die Mobiliar in ihrer Medienmitteilung.

Bereits beim Unwetter von 2007 wurden durch diese Anschubfinanzierung allein in Wilderswil Schäden von schätzungsweise 120 Millionen Franken vermieden.

Die drei Oberländer Projekte

Die von der Mobiliar unterstützten Schutzbauten im Berner Oberland:

Kien bei Reichenbach: Bau eines Geschiebesammlers, einer Rückhaltesperre, einer Brücke, eines Dammes, Vorsperren und Tosbecken, Böschungen erhöht. Projektkosten 10,6 Millionen Franken, Beitrag der Mobiliar 530'000 Franken. Vermiedene Schadenhöhe 8,5 Millionen

Lütschental: Flussabsenkung, Aufweitung/Dammverstärkung. Kosten 8,1 Millionen, Mobiliar-Beitrag 41'000 Franken. Vermiedener Schaden 1,2 Millionen

Wilderswil: Erhöhung/Verstärkung der Dämme. Kosten 870'000 Franken, Mobiliar-Beitrag 118'000. Vermiedener Schaden 100 Millionen (2007: 120 Millionen). (Berner Oberländer)

Erstellt: 15.10.2011, 11:16 Uhr

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1 Kommentar

Adriano Granello

15.10.2011, 15:30 Uhr
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Danke den weitsichtigen Eignern der Schweizerischen Mobiliar, dass Sie einen marginalen Beitrag von 3, 5 und 13 Prozent der Kosten für diese von der Öffentlichkeit finanzierten Schutzbauwerke übernommen haben. Dafür wird der Name Ihrer Versicherungsgesellschaft ewiglich gepriesen und und selbstverständlich hier prominent präsentiert! Antworten



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