Wieder Ärger mit dem Pinguin
Aktualisiert am 15.05.2009 14 Kommentare
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Wenn sich wie dieser Tage 400 Juristen und Strafverfolger aus der ganzen Schweiz in Solothurn versammeln, stehen auf der Tagesordnung vor allem Sitzungen, Konferenzen und Vorträge. Das umstrittene kantonale Computerbetriebssystem Linux hätte beinahe dazu geführt, dass sich die Solothurner Staatsanwaltschaft als Organisatorin der Tagung blamiert hätte: Für die geplanten Powerpoint-Präsentationen stand ihr offenbar kein Microsoft-kompatibler Laptop zur Verfügung, wie aus gut informierter Quelle zu erfahren war.
Dein Freund und Helfer
Doch bevor der Linux-Pinguin den illustren Gästen aus der Justiz auf der Nase herumtanzen konnte, sprang die Solothurner Kantonspolizei (Kapo) ein: Sie lieh der Staatsanwaltschaft einen Laptop aus, der auf Windows läuft. Problem gelöst – in diesem Fall.
Dieses Beispiel zeigt aber anschaulich auf, worüber sich Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung seit Monaten und Jahren ärgern. Sie beschweren sich darüber, dass ein effizientes Arbeiten mit Linux kaum möglich sei.
Dass die Polizei der Staatsanwaltschaft aus der Patsche helfen konnte, hat einen Grund: Sie wehrte sich bis heute erfolgreich dagegen, auf Linux umzurüsten. Letztes Jahr fragte sie gar offiziell an, von der Linux-Strategie ausgenommen zu werden. «Wir sind mit zahlreichen anderen Kantonen über Netzwerke verbunden und hängen auch an Applikationen des Bundes», so Kapo-Kommandant Thomas Zuber. «Da ist eine Umstellung äusserst schwierig.»
Teures Gutachten
Weil eine Einigung mit dem Amt für Informatik und Organisation nicht möglich war, muss nun ein teures externes Gutachten aufzeigen, ob ein Umrüsten für die Kapo realisierbar ist. Ob der Wechsel auf Linux für den Kanton die gewünschten Einsparungen gebracht hat, soll sich im Herbst zeigen. Dann will die kantonale Finanzkontrolle die Zahlen präsentieren. (phm/st)
Erstellt: 15.05.2009, 09:25 Uhr
Kommentar schreiben
14 Kommentare
dokument bringt man am besten in einem plattform-unabhängigen dateiformat an eine präs. mit (z.B. pdf) und nicht in einem proprietären format wie power point! microsoft verwehrt der open-source gemeinde seit jahren die spezifikationen seiner dateiformate, damit diese nicht mit freier software angezeigt werden können und die kunden an das produkt gebunden sind. Antworten
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!


