Kurt Altermatt: «Viele Spitäler müssen schliessen»
Von Philippe Müller. Aktualisiert am 22.07.2009 1 Kommentar
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Herr Altermatt, wie hat das Spitalpersonal auf den angekündigten Stellenabbau reagiert?
Kurt Altermatt: Das oberste Kader kennt die Kostensituation und versteht, dass wir Massnahmen ergreifen müssen, damit wir ab 2012 nicht zwangsläufig in Defizite hineinlaufen. Die Massnahmen sind einschneidend und tun weh – auf jeder Stufe und in jedem Bereich.
Kritisch äusserten sich gestern auch der kantonale und nationale Personalverband. Die Rede war von einem «Kahlschlag». Verstehen Sie die Kritik?
Der Abbau von 250 Stellen macht auch mir keine Freude. Aber wir haben Überkapazitäten, die sich ab 2012 nicht mehr finanzieren lassen. Hier müssen wir die Hausaufgaben machen, wie das auch in anderen Kantonen geschieht.
Sie stehen offen dazu, dass die Solothurner Spitäler die Patienten künftig früher nach Hause schicken wollen, um Geld zu sparen. Bekommen Sie kein Imageproblem?
Es wird eine riesige Herausforderung sein, das den Leuten zu kommunizieren. Aber immerhin geht es allen Spitälern in der Schweiz gleich, da ist Solothurn kein Sonderfall.
2011 will die soH die Klinik Allerheiligenberg schliessen. Warum?
Auch hier spielten finanzielle Überlegungen eine wichtige Rolle. Wenn wir das Angebot inklusive Personal ins umgebaute Kantonsspital in Olten transferieren, sparen wir Mietkosten und verringern den administrativen Aufwand.
Diskutiert wird auch immer über das Spital Grenchen. Können Sie garantieren, dass es in zehn Jahren noch betrieben wird?
Nein, das kann ich nicht. Da müsste ich Sie anlügen. Fakt ist: Aus heutiger Sicht wird im Spital Grenchen ab 2020 ein Geriatriezentrum betrieben. Ob diese Vision aber tatsächlich Wirklichkeit wird, hängt nicht zuletzt von der finanziellen Situation und der Entwicklung in der Spitallandschaft ab. Ähnlich offen ist die Zukunft des Spitals Dornach.
Aus wie vielen Standorten besteht die Solothurner Spitallandschaft in 20 Jahren?
Schätzungsweise aus den Spitälern in Solothurn und Olten. In der ganzen Schweiz werden Spitäler schliessen müssen, das ist eine Tatsache. (Solothurner Tagblatt)
Erstellt: 22.07.2009, 09:42 Uhr
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1 Kommentar
Ich wohnte viele Jahre im Kanton Solothurn und kenne die Problematik aus eigener Anschauung. Die Solothurner stimmten vor einigen Jahren darüber ab, ob der Allerheilignberg geschlossen werden solle. Das Projekt scheiterte, weil politisch interessierte Kreise die Abstimmung sabotierten. Grenchen, keine 10 Kilometer vom Bürgerspital Solothurn und Heli-Fluplatz braucht kein Spital. Auch Dornach nicht Antworten
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