Die Westumfahrung ist eröffnet
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Pünktlich um 08.08 Uhr hielt Baudirektor Walter Straumann seine Eröffnungsrede auf der Weststadtbrücke. Um 9.37 Uhr schliesslich gab er die Brücke frei für den Verkehr.
Nach einer Bauzeit von drei Jahren ist in Solothurn am Freitag die Westumfahrung eröffnet worden. Die 1,8 Kilometer lange Strasse mit einer neuen Aarebrücke und einem Tunnel soll die Stadt vom Durchgangsverkehr entlasten.
Rund die Hälfte des bisherigen Durchgangsverkehrs werde statt durch die Innenstadt künftig über die Westumfahrung fahren, sagte Jürg Röthlisberger, Vizedirektor des Bundesamtes für Strassen (ASTRA), an der Eröffnungsfeier in Solothurn.
Die Westumfahrung verbindet den A5-Autobahnanschluss «Solothurn West» und die Weissensteinstrasse im Norden. Zur zweispurigen Umfahrung gehören die 390 Meter lange Aarebrücke und der 350 Meter lange Tunnel Gibelin. Über die Aare wurde zudem eine Hängebrücke für Fussgänger und Velofahrer gebaut.
Mit der Eröffnung der Umfahrung wurde die Wengibrücke am Freitag für den Autoverkehr gesperrt. Über die Wengi- und die Rötibrücke fuhren bisher pro Tag bis zu 50 000 Fahrzeuge. Die Rötibrücke war neu gebaut und im September 2007 dem Verkehr übergeben worden.
Entwicklungen auslösen
Die Stadt und die Region Solothurn hätten ihre Umfahrung «mehr als redlich verdient», betonte Bau- und Justizdirektor Walter Straumann an der Feier. Die Verkehrsinfrastruktur werde helfen, neue Entwicklungen auszulösen. Sie werde die Region verändern.
Stadtammann und FdP-Nationalrat Kurt Fluri sagte, ein Weiterausbau des Strassennetzes auf Stadtgebiet komme nicht in Frage. Künftig werde es darum gehen, zusätzliches Verkehrsaufkommen durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs aufzufangen.
Kosten von 100 Mio. Franken
Die Gesamtkosten für das Verkehrsprojekt «Entlastung West» betragen rund 100 Millionen Franken. Der Bund übernimmt knapp die Hälfte. Der Kanton Solothurn bezahlt 44 Millionen und die Stadt 14 Millionen Franken.
Um das Vorhaben zu finanzieren, hatten die Stimmberechtigten des Kantons 2002 im zweiten Anlauf einen Zuschlag von 15 Prozent bei der Motorfahrzeugsteuer bewilligt. Die Mehreinnahmen werden auch für den Bau einer neuen Entlastungstrasse in der Region Olten mit Kosten von 317 Millionen Franken verwendet. (js/sda)
Erstellt: 08.08.2008, 14:09 Uhr
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