Klinik Allerheiligenberg wird schon Ende Jahr dicht gemacht

Die Klinik Allerheiligenberg in Hägendorf bei Olten soll statt 2012 schon Ende dieses Jahres geschlossen und das Angebot an das Kantonsspital Olten transferiert werden. Das letzte Wort hat der Kantonsrat - und möglicherweise das Stimmvolk.

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Der Regierungsrat wird das Geschäft im März behandeln, damit der Kantonsrat in der Mai-Session das Geschäft beraten kann. Der Beschluss des Kantonsparlamentes unterliegt dem fakultativen Referendum. Das Volk hatte die Schliessung des Allerheiligenbergs bei Abstimmungen 1995 und 1999 allerdings schon zweimal deutlich abgelehnt.

Früher als erwartet

Ursprünglich sollte der Standort Allerheiligenberg 2012 geschlossen werden - parallel zum Abschluss des Neubaus des Kantonsspitals Olten. Der Verwaltungsrat der Solothurner Spitäler AG (soH) will die Schliessung nun aber um rund zwei Jahre vorziehen, weil ein Grossteil des Leistungsangebotes wegen gesunkener Aufenthaltsdauer in Olten jetzt schon dorthin transferiert werden kann.

Mit der Schliessung des Allerheiligenberges kann die soH gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch Einsparungen in Höhe von rund 5 Millionen Franken pro Jahr erzielen. Gleichzeitig werden rund 40 der 104 Vollzeitstellen abgebaut. Für die betroffenen Mitarbeitenden sollen soH-interne Alternativen gesucht werden.

Am Standort Allerheiligenberg werden derzeit die stationäre geriatrische und internistische Rehabilitation, Langzeitpflege, stationäre Psychosomatik sowie der medikamentenunterstützte Drogenentzug angeboten. Die Gebäude der Klinik sollen nach der Schliessung dem Kanton als Eigentümer zurückgegeben werden. (met/sda)

Erstellt: 03.02.2010, 15:47 Uhr

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1 KOMMENTAR

Christian Egli

04.02.2010, 14:11 Uhr

Ich finde das Vorgehen sehr problematisch. Wurden dach die Gebäude des Allerheiligenberges mit Steuergeldern auf den neusten Stand gesetzt und sollen nun dem Schicksal überlassen werden. Zudem hat das Stimmvolk bereits 2X klar mitgeteilt, dass es die Schliessung nicht will. Wo bleibt da die Respektierung des Volkswillens???? Ich hoffe schwer, dass die Kantonsregierung reagiert.



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