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Wieder zwei Tiere von Buchstabenseuche befallen

Im Kanton Jura sind im März erneut zwei Tiere in zwei Rinderhaltungen positiv auf die Buchstabenseuche IBR getestet worden.

An IBR erkranktes Tier

An IBR erkranktes Tier (Bild: Virologisches Institut)

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Die Ansteckung der Tiere dürfte mehrere Jahre zurückliegen, und die Krankheit scheine sich nicht aktiv auszubreiten, teilte das Veterinäramt des Kantons Jura am Mittwoch mit.

Die zwei Fälle von «Infektiöser Boviner Rhinotracheitis» (IBR) wurde im Rahmen eines Überwachungsprogrammes entdeckt. Die Tiere zeigten laut Veterinäramt keine Krankheitssymptome. Weil nur ein Tier pro Betrieb betroffen sei und weil es sich um eher ältere Tiere handle, scheine die Krankheit nicht aktiv zu sein und sich nicht weiterzuverbreiten. Die Ansteckung der Tiere dürfte mehrere Jahre zurückliegen. Die Fälle seien damit nicht vergleichbar mit jenen im vergangenen Jahr. Im Juni 2009 war die Seuche bereits auf zwei Höfen im Jura ausgebrochen, im Juli 2009 zudem auf einem Betrieb im Kanton Neuenburg. Im Gegensatz zu den jüngsten Fällen war der Ausbruch der Seuche damals entdeckt worden, weil die Tiere Symptome gezeigt hatten. Die Krankheit, die für Menschen ungefährlich ist, hatte auch die Mehrzahl der Tiere in einem der Betriebe befallen. Nach dem Fall war die IBR-Überwachung gesamtschweizerisch verstärkt worden.

Die Buchstabenseuche trat erstmals 1977 massiv in der Schweiz auf. Ab 1983 lief ein Ausrottungsprogramm, das schliesslich nach zehn Jahren und mit enormen Kosten von 135 Millionen Franken zur Ausrottung der Krankheit in der Schweiz führte.

Die «Infektiöse Bovine Rhinotracheitis» ist eine Viruskrankheit der Rinder, welche die oberen Atemwege befällt und zu grossen wirtschaftlichen Verlusten führen kann. Infizierte Rinder neigen zu Aborten, können Fieber haben und zeigen insbesondere Ausflüsse aus der Nase und aus der Bindehaut der Augen. Beim Erreger handelt es sich um ein Herpes-Virus. Nach einer Infektion sind die Tiere lebenslang Träger des Virus. Von Zeit zu Zeit, vor allem wenn die Tiere gestresst sind, bricht die Krankheit aus. Deshalb werden infizierte Tiere getötet, sogar wenn keine Symptome mehr festgestellt werden. (mau/ddp/)

Erstellt: 17.03.2010, 15:20 Uhr

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