Wer ist Peter Hans Kneubühl?
Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 11.09.2010
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Peter Hans Kneubühl ist stark mit dem Lindenquartier in Biel verwurzelt. Das Haus am Mon-Désir-Weg, in dem er bis zuletzt wohnte, wurde von seinen Eltern gebaut und er ist dort aufgewachsen.
Kneubühl habe Mathematik studiert und in Zürich gearbeitet. Bis zum Tod seiner Eltern vor elf Jahren sei der mittlerweile 67-Jährige ein netter, intelligenter Mensch gewesen, berichtet eine Nachbarin im «Blick». Er habe sich bis rührend um die Eltern gekümmert.
Nächtliche Aktivitäten
Er sei zwar schon immer ein Eigentbrötler gewesen, mit dem Tod der Eltern wurde es aber richtig schlimm, berichtet die Nachbarin weiter. Andere Anwohner berichten gegenüber «20Minuten», dass sie Kneubühl in den letzten Jahren kaum mehr gesehen haben.
Die Rolläden machte er angeblich seit drei Jahren nicht mehr hoch. Der Garten war verwildert, obwohl ihn Nachbarn beim nächtlichen Rasenmähen gesehen haben wollen. Auch sonst soll Kneubühl sehr nachtaktiv gewesen sein. In der Nacht sei oft Baulärm zu hören gewesen. Was Kneubühl im Haus genau gebaut hat ist unklar.
Das Haus – sein ein und alles
Peter Hans Kneubühl ist kein Einzelkind, er hat eine Schwester die in Spanien leben soll. Offenbar wurde er sich mit ihr nach dem Tod der Eltern nicht einig, was mit dem Haus geschehen solle. Also Entschied das Gericht, es zu versteigern und den Erlös unter der Erbgemeinschaft aufzuteilen.
Der 67-Jährige nahm die meisten Gerichtstermine jedoch nicht wahr, und weigerte sich offenbar auch der Polizei die Tür zu öffnen, schreibt das «Bieler Tagblatt». An den Bieler Statthalter, Werner Könitzer, schrieb er mehrere verwirrliche Briefe.
Sprengsätze im Haus?
Dieser beschloss deswegen, den Rentner einem psychiatrischen Gutachten zu unterziehen. Am Mittwoch, am Tag der Hausbesichtigung, sollte Peter Hans Kneubühl abgeholt werden.
Die Polizisten stiessen bei der Türe jedoch auf ein Schild auf dem stand, dass das Haus nicht zu verkaufen sei. Gemäss einer Anwohnerin drohte der 67-Jährige als die Beamten auftauchten, alles in die Luft zu sprengen. Neben dem Haus soll er von seinen Eltern auch zwei Schusswaffen geerbt haben, berichtet der «Blick».
Weitere Details aus dem Leben des intelligenten Einzelgängers sind noch nicht bekannt. Wo er sich momentan aufhält ist unklar. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.09.2010, 14:51 Uhr







