Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Warum die Polizei kein Kopfgeld ausgesetzt hat

Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 15.07.2010 61 Kommentare

Der Blick hat für Hinweise zum Motorboot-Fahrer, der am Sonntag in einen tödlichen Unfall verwickelt war, ein Kopfgeld von 20'000 Franken ausgeschrieben. Rechtlich gesehen ist die Aktion zulässig. Die Polizei hat keine Belohnung ausgesetzt.

Die Seepolizei patroulliert im Gebiet, wo am Sonntag der tödliche Unfall passierte.

Die Seepolizei patroulliert im Gebiet, wo am Sonntag der tödliche Unfall passierte.
Bild: Jon Mettler

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


«Wir haben heute morgen aus der Zeitung erfahren, dass der Blick eine Belohnung für Hinweise ausgeschrieben hat», sagte Rose-Marie Comte Mediensprecherin von der Kantonspolizei Bern. Eine Belohnung haben die Untersuchungsbehörden keine ausgesetzt, weil aufgrund bisheriger Zeugenaufrufe viele und teilweise wertvolle Hinweise eingegangen seien, schreibt die Polizei.

Rechtlich gesehen dürfen auch Private und in diesem Fall Medien ein Kopfgeld auf einen Täter aussetzen, es gebe jedoch Grenzen. «Falls die Hinweise zur Erfassung des Täters führen, besteht die Gefahr, dass Selbstjustiz ausgeübt wird», sagte Rolf P. Steinegger, Rechtsanwalt in Bern auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnet. «Da muss man gut aufpassen und rechtzeitig die Polizei informieren.»

Hohe Belohnung

Die 20'000 Franken Belohnung findet Steinegger im Vergleich zu anderen Fällen eher hoch. Ob die Kopfgeld-Aktion zum gewünschten Erfolg führt, bezweifelt der Berner Anwalt. «Das Publikumsinteresse war wegen der intensiven Medienberichterstattung sowieso schon da und diejenigen, die Beobachtungen machten, haben das bereits der Polizei gemeldet», sagte Steinegger.

Bei der Polizei gehen weiter viele Hinweise zum Boot und den möglichen Tätern ein, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Eine am Mittwoch eingesetzte Sonderkommission aus 25 Polizisten arbeite die mehreren hundert Hinweise systematisch ab und prüfe die Angaben. «Jeder Spur muss die Polizei nachgehen, das bedeutet einen enormen Aufwand», sagte Steinegger. Die Polizei bestätigt das: Die Ermittlungen seien zeitintensiv, es müsse eine grosse Anzahl Gespräche und Nachforschungen vorgenommen werden. Mehr ist nicht zu erfahren. Die Polizei gibt «aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben zu momentan getätigten Abklärungen», schreibt sie in einer Mitteilung. Sie nimmt weiterhin Hinweise entgegen: 032 344'51'11. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.07.2010, 16:54 Uhr

61

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

61 Kommentare

Soraya Moana

13.07.2010, 14:31 Uhr
Melden

Hoffentlich wird dieser Bootsführer/-raser schnellstmöglich gefasst. Solche Typen dürfen nie wieder in ein Boot steigen. Lebenslänglich (aber wirklich lebenslänglich, nicht nur ein paar Jährchen) in die Kiste. Antworten


Tschannen Werner

13.07.2010, 14:36 Uhr
Melden

10 bis 20 Boote.... und unsere Polizei kennt den Besitzer noch nicht? Ist sicher ein feiner Herrn aus gehobener Gesellschaft, sonst hätten wir den Namen schon lange erfahren. Antworten



Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Waren Sie schon mal in einem Pfingstlager?