Vorbereitungen zum Bau des Stollens haben begonnen
Das Modell des Stollens an der ETH: 2011 soll das Original fertig sein. (Bild: zvg)
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Kaum klopften Regentropfen aufs Dachzimmerfenster, war Hermann Moser (FDP) wach. Dann kreisten die Gedanken des Gemeindepräsidenten um den unberechenbaren Bach. Bald kann Moser wieder ruhig schlafen. Seit gestern wird im Lysser Industriegebiet Nord am neuen Hochwasserstollen gebaut.
Stollenbau ab August
Noch sind es erst Vorbereitungsarbeiten. Doch im August sollen die Arbeiten am eigentlichen Stollen beginnen. Abgesehen von sehr speziellen meteorologischen Situationen, sollten die Lysserinnen und Lysser ab 2011 keine nassen Füsse mehr bekommen.
Zehn Millionen für Schutz
Eine Million Franken hat Lyss im Herbst 2007 in Sofortmassnahmen entlang dem Lyssbach investiert. Für eine weitere halbe Million Franken wurden die Gemeindeliegenschaften hochwasserdicht gemacht, für 150000 Franken wurde der Murgelibach abgesichert, und für den Abbau der Provisorien nach der Inbetriebnahme des Stollens sind 350000 Franken bereitgestellt worden. Zusammen mit dem Lysser Anteil an den Kosten für den Stollen gibt die Gemeinde also zehn Millionen Franken aus. «Wäre ich vor den Unwettern gefragt worden, ob Lyss sich das leisten kann, hätte ich dies verneint», sagt Moser. Doch in einer solchen Situation sei diese Frage müssig. (Berner Zeitung)
Erstellt: 19.05.2009, 10:46 Uhr

