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Erste heisse Spur im Fall des flüchtigen Seerasers?

In den vergangenen 24 Stunden sind weitere Informationen zum Bootsdrama auf dem Bielersee durchgesickert. Beim Mann, dessen Luxusboot in Sutz beschlagnahmt worden ist, soll es sich um einen 74-jährigen Unternehmer aus der Region Biel handeln.


Stefan Senn (links), Programmleiter von TeleBielingue, im Gespräch mit dem Verdächtigen. (Bild: Screenhot)

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Dies berichtete der Aargauer Lokalsender Tele M1 am Donnerstagabend.

Zudem ist Tele M1 aus Versicherungskreisen zugetragen worden, dass ein 74-jähriger Mann bei seiner Versicherung in Biel brisante Erkundigungen eingeholt habe. Der Mann soll sich über die Haftungsfrage bei Personenschäden mit Motorbooten informiert haben. Er soll sogar gesagt haben: «Ich glaube, ich habe einen Seich gemacht.»

Ob es sich dabei um den 74-jährigen Unternehmer aus Sutz handelt, ist aber nicht klar.

Unternehmer passt ins Profil

Der Bieler Lokalsender TeleBielingue hat den Mann am Donnerstag treffen können. Vor der Kamera nahm der Besitzer des beschlagnahmten Bootes jedoch keine Stellung. Allerdings liess er sich auf ein Gespräch mit TeleBielingue-Programmleiter Stefan Senn ein. Senn sagte am Donnerstagabend auf dem Sender, der Mann passe vom Aussehen her auf das Profil des Täters, welches die Kantonspolizei Bern veröffentlicht habe. «Er hat mir gesagt, dass er sich am 11. Juli zwar auf dem See aufgehalten habe, aber bereits vor dem Zeitpunkt des tödlichen Unfalls wieder an Land gewesen sei», sagte Senn in den 19-Uhr-Nachrichten von TeleBielingue.

Der Mann habe ruhig, besonnen und gefasst gewirkt, erklärte Senn weiter. Er habe aber den Eindruck gehabt, dass die aktuelle Situation den Bootsbesitzer «arg belastet», so Senn. Der Mann habe angedeutet, dass er unter Zugzwang sei. Solange er unter Verdacht stehe fühle er sich wie umtrieben, etwas zu unternehmen.

In der Freitagausgabe des «Bieler Tagblatts» sagte Senn, der Anwalt des 74-jährigen Unternehmers wolle mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit gelangen. Der Zeitpunkt sei aber noch offen. Dem Vernehmen nach will die Kantonspolizei Bern am Freitag über den weiteren Stand der Ermittlungen informieren.

Der «Blick» meldet in seiner Freitagsausgabe, dass die Polizei das beschlagnahmte Luxusboot schon länger im Auge gehabt habe. Am vergangenen Dienstag, dem Tag der Beschlagnahmung, seien die Beamten bereits zum dritten Mal am Anlegeplatz gewesen. Beim ersten Mal hätten sie sich das verdächtige Boot ganz genau angeschaut. Beim zweiten Besuch hätten die Polizisten das Boot eingepackt, um es unbrauchbar zu machen. Erst vier Tage nach dem zweiten Besuch sei es dann zur Beschlagnahmung gekommen.

Schlechter Ruf bei Fischern

Offenbar hat der Besitzer des beschlagnahmten Bootes unter den Fischern des Bielersees den Ruf, rasant zu fahren und wenig Rücksicht zu nehmen. Dies sagte ein Augenzeuge gegenüber TeleBielingue, der auf dem Campingplatz Sutz wohnt und beobachtet haben will, wie die Polizei das Boot abtransportierte. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.07.2010, 12:37 Uhr

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11 Kommentare

Frank Bader

30.07.2010, 21:02 Uhr
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@ruth hofer! Sie haben bestimmt noch nie im Auto mit dem Handy telefoniert..? Falls dennoch, ist dies ja auch kein Grund sie in die Leitplanke zu drängen, oder? Wenn ich sehe wie viele Leute nicht einmal den Kreisverkehr richtig verstehen, kann ich auch nicht von jedem "Gummiboot-Fahrer" erwarten, dass er die Ufer-Abstandsregel kennen sollte, oder? Antworten


Soraya Moana

30.07.2010, 20:53 Uhr
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@Ruth Hofer. Und das berechtigt in Ihren Augen Motorbootfahrer, Gummiböötler über den Haufen zu fahren? Nur weil sie ausserhalb der 150m-Zone waren? So in der Art: Kannst Du nicht rechtzeitig auf die Seite wirst Du platt gemacht. Antworten


Ruth Hofer

30.07.2010, 15:42 Uhr
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@Soraya Moana, entschuldigung, wenn ich hier meine Meinung sage. Ich hatte ein Motorboot auf dem Bielersee. Wie ich weiss, gibt es Schiffahrtsregeln, an die sich jeder halten muss. Ich weiss, wer Vortritt hat. Aber auch, dass Gummiboote ohne Motor nicht über den See paddeln dürfen und nicht weiter weg vom Ufer als 150 m sein dürfen. Antworten


Lars Meier

30.07.2010, 15:29 Uhr
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Lieber Tatverdächtiger der eine Eilmeldung bei der BZ auslöst. An diesem Sonntag war wenig los auf dem See. Trotz Ferienzeit, Wochenende + schönem Wetter. Wir waren auch auf dem See. Was denken Sie denn, wieviele Boesch-Boote exakt zu dieser Zeit bei einer Unfallstelle so vorbeifahren. Exakt mit der korrekten Beschreibung und Personenzahl auf dem Boot. Sie wissen das selber ebenfalls! Antworten


Soraya Moana

30.07.2010, 15:26 Uhr
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@Frieda Meier: Ich kann Ihnen erklären wieso die Medien und die Öffentlichkeit ein derart grosses Interesse an dieser Story haben: Es ist ein abscheuliches Verbrechen. Der Täter hat das Opfer überfahren und ist dann geflüchtet, hat sich feige versteckt. Ein derart psychopathisches Verhalten weckt das Interesse der Öffentlichkeit. Antworten


Lars Meier

30.07.2010, 14:58 Uhr
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und wieso bitteschön hat sich dieser Mann trotz passender Täterbeschreibung, exakter Schiffstyp und zeitgleiches Aufhalten auf dem See sowie passenden Passagieren nicht selber bei der Polizei gemeldet? Um sicher zu gehen NICHT ins Visier zu geraten oder gar um Zeugenaussagen zu machen? Boeschfahrer beobachten einander. Auch wir sehen jedem LARSON-Boot nach... weil wir eben ein solches haben.... Antworten


Frieda Meier

30.07.2010, 14:07 Uhr
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Meinung über Meinung, und jeder meint seine kundtun zu müssen. Traurig für die Betroffenen, aber dennoch - es sterben weitaus mehr Menschen, und kein Hahn kräht danach. Wieso auch, wenn es keine Story zu verkaufen gibt? Das ganze ist wieder einmal ein Musterbeispiel dafür, wie viel Einfluss Medien nehmen können. Antworten


Soraya Moana

30.07.2010, 13:52 Uhr
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@Ruth Hofer: Weshalb verteidigen Sie den Bootsraser durch das Bandweg hindurch? Woher kennen Sie derart viele Details dieses Falles? Die Polizei hat ja sozusagen nichts kommuniziert. Hier geht es um ein junges, hoffnungsvolles Menschenleben, welches zerstört wurde. Das ist KEIN Spass! Ein Motorisierter hat Rücksichtsvoll zu fahren, auch auf dem Wasser! Raser sind hart anzupacken. Das ist Fakt. Antworten


Rainer Thomann

30.07.2010, 12:11 Uhr
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Es bleibt zu hoffen, dass die Anfrage bei der Versicherung und der Abtransport des Bootes in keinem Zusammenhang stehen. Denn sonst blicken wir in menschliche Abgründe: Fahrerflucht, wochenlanges Schweigen und nachdem es eng geworden ist, als erstes die Haftpflichtversicherung anrufen... Warten wir ab, bis mehr Klarheit in dieses Drama kommt! Antworten


Soraya Moana

30.07.2010, 07:57 Uhr
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Ich hoffe, dass dieses schlimme Verbrechen lückenlos augeklärt und der Täter hart bestraft wird - auch wenn er prominent, stein- oder einflussreich sein sollte. Der unnötige Tod dieser jungen Frau darf nicht ungesühnt bleiben. Möge Justitia weise handeln. Bedingte Strafen werden in diesem Fall einen Aufstand der Bevölkerung provozieren. Antworten


christoph scheidegger

29.07.2010, 22:36 Uhr
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meiner meinung nach, ist der polizei zu gratulieren...! (der luxusbootsführer war ja bei dem todesfall nicht allein unterwegs....). Antworten



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