Stadt rettet Pensionskasse der Schifffahrt

Aktualisiert am 18.03.2010

Für die Pensionskassensanierung der Bielersee- Schifffahrtsgesellschaft garantiert die Stadt Biel ein Darlehen von 1,2 Millionen Franken.

Ein Darlehen der Stadt rettet die Pensionskasse der BSG: Ausflügler drängen auf ein Schiff auf dem Bielersee.

Ein Darlehen der Stadt rettet die Pensionskasse der BSG: Ausflügler drängen auf ein Schiff auf dem Bielersee.
Bild: Keystone

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Franken. Dies hat das Stadtparlament am Donnerstagabend ohne Opposition beschlossen. Das Personal der Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft AG (BSG) ist seit 1938 bei der heute sanierungsbedürftigen Branchenpensionskasse Ascoop versichert. Da die BSG weder im Stande ist, die Unterdeckung auszufinanzieren noch eine Verpflichtung zur Sanierung bis 2020 einzugehen, hat sie Austrittsmöglichkeiten geprüft.

Die einzig sinnvolle Variante sei der Anschluss an die Pensionskasse der Stadt Biel (PKB), schreibt der Gemeinderat (Exekutive) in seiner Vorlage. Um beim Übertritt den Deckungsgrad auf rund 85 Prozent zu verbessern, braucht die BSG ein Darlehen von 1,6 Millionen Franken.

Die PKB ist bereit, dieses zu gewähren, macht aber eine Absicherung durch die öffentliche Hand zur Bedingung. Gefordert sind die beiden grössten BSG-Aktionäre, die Stadt Biel mit 45,5 Prozent und die Stadt Solothurn mit 14,2 Prozent Aktienanteil.

Voraussetzung: Absicherung durch Solothurn

Die Bieler Garantie von 1,2 Millionen ist an die Voraussetzung gebunden, dass die Stadt Solothurn ihrerseits 400 000 Franken absichert. Das Darlehen wird von der BSG verzinst und in maximal zehn Jahren zurückbezahlt.

Im Stadtrat war die Vorlage unbestritten, doch galten kritische Fragen der finanziellen Situation der BSG. Stadtpräsident und Finanzdirektor Hans Stöckli, welcher auch BSG- Verwaltungsratspräsident ist, gab bekannt, das Schifffahrtsunternehmen werde die vergangene Saison mit schwarzen Zahlen abschliessen.

Es sei aber undenkbar, dass die BSG und ihr Personal die Pensionskasse aus eigener Kraft sanierten, betonte Stöckli. Vizestadtpräsident Hubert Klopfenstein bezeichnete die Vorlage als ausgewogen, wirtschaftlich vernünftig und sozial. Für das BSG- Personal stelle sie den Rettungsanker dar.

Die BSG betreibt mit neun Schiffen die Kursschifffahrt auf dem Bielersee und auf der Aare zwischen Biel und Solothurn. Sie befährt auch den Neuenburger- und den Murtensee. Die Aktien sind grossmehrheitlich im Besitz von Gemeinden und Kantonen. Nur 7,7 Prozent sind in privater Hand. (tan/sda)

Erstellt: 18.03.2010, 21:34 Uhr

0

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Noch keine Kommentare

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Region

Umfrage

Waren Sie schon mal in einem Pfingstlager?




Neues aus Ihrem Wohnort

  • Hier finden Sie Nachrichten, Veranstaltungen und das detaillierte Lokalwetter ihrer und hundert weiterer Gemeinden im Gebiet der Berner Zeitung. Mehr...
  • Gelangen Sie hier direkt zu Ihrer Gemeindeseite: