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Polizei sucht mit Hubschrauber nach dem flüchtigen Peter Hans Kneubühl

Obwohl Peter Hans Kneubühl in der Nacht wieder im Lindenquartier aufgetaucht ist, hat die Polizei die Präsenz vor Ort reduziert. Jogger und «Hündeler» sind unterwegs, der Schulunterricht wurde aber erneut abgesagt. Die Polizei informierte am Morgen.

1/6 Das Lindenquartier am Freitagmorgen. Nur noch ein Abschnitt des Mon-Désir-Weges, wo Peter Hans Kneubühl wohnt, ist abgesperrt.
Bild: Jon Mettler

   

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Das Haus von Peter Hans Kneubühl

Das Haus von Peter Hans Kneubühl
Der bewaffnete Mann lebte am Mon-Désirweg 9 in Biel.

Der 67-jährige flüchtige Rentner aus Biel ist am Freitag um 00.30 Uhr erneut im Lindenquartier aufgetaucht und hat dabei in der Nähe seines Hauses unvermittelt auf die Polizei geschossen. Anschliessend sei er in unbekannte Richtung geflohen.

Die Polizei hat die Einsatzkräfte vor Ort zwar wieder verstärkt, sonst ist es im Quartier am Freitagmorgen aber relativ ruhig. Die Quartierbewohner können sich seit Donnerstagabend wieder frei bewegen. Abgesperrt ist nur noch ein Abschnitt des Mon-Désir-Weges. Auf den Quartierstrassen sieht man Jogger und Anwohner die ihre Hunde Gassi führen.

Medienkonferenz am Morgen

Die Kantonspolizei Bern hat keinen Anhaltspunkt, wo sich der Mann versteckt, wie Mediensprecher Stefan Von Below auf Anfrage sagt. Da sich der Mann auf der Flucht befinde, mache es keinen Sinn das ganze Quartier abzuriegeln.

Auch weiss die Polizei nicht, ob der Schütze bei jemandem Unterschlupf gefunden hat, oder sich im Freien versteckt: «Wir rechnen mit allem», so der Mediensprecher. Die Einsatzkräfte haben am Freitagmorgen erneut Kneubühls Haus durchsucht und die Fahndung laufe auf Hochtouren. Die Polizei hatte um 11 Uhr im Bieler Kongresshaus über die laufenden Ermittlungen informiert.

Wie der Polizeireporter der Berner Zeitung meldet, kreist ein Super-Puma über Magglingen, dem Hausberg von Biel. Zudem sei ein Ballistiker daran, das Haus von Kneubühl zu untersuchen.

Seit Mittwoch Haus kaum verlassen

Eine ältere Frau aus der Nachbarschaft des Flüchtigen berichtet gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet, dass sie sich seit Mittwoch kaum mehr aus dem Haus wage. Nicht einmal in den Quartierladen habe sie es geschafft. «Zu wissen, dass er vielleicht noch hier herumschleicht, ist schon unangenehm», sagt sie besorgt.

Sie sei sehr erstaunt, dass der Rentner die Polizei narren konnte und frage sich, wieso diese nicht einfach sein ganzes Haus in Tränengas gehüllt habe. Viel mehr scheint sie sich aber über den Lärm zu ärgern, den der Polizeihelikopter verursacht hat. «Es war als ob er in meinem Garten zu landen versucht».

Quartierladen wieder geöffnet

Auch der Quartierladen «Pam» hat am Freitagmorgen seine Türen wieder geöffnet. Die Betreiberin klagt über anderthalb Tage ohne Umsatz und fühlt sich noch immer unwohl.

Sie sei von der Lage her sehr exponiert mit ihrem Geschäft, habe sich aber entschlossen, das Geschäft wieder zu öffnen. Natürlich habe sie sich vorher bei der Polizei erkundigt.

Schule findet nicht statt

Obwohl am Donnerstag angekündigt wurde, dass die Schüler am Freitag wieder zur Schule können, tauchten am Morgen nur etwa 20 Schüler auf. Die Direktoren der vier angrenzenden Schulen hatten am Freitagmorgen kurzfristig entschieden, den Unterricht erneut ausfallen zu lassen.

Der Entscheid wurde hauptsächlich wegen den Anrufen von besorgten Eltern getroffen und mit der Polizei abgesprochen, teilte der Direktor der Primarschule Linde gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet mit.

Die Schüler seien um sieben Uhr mit einer Telefonkette informiert worden, man habe aber nicht mehr alle erreicht, so der Direktor. Die Schüler die trotzdem aufgetaucht sind werden permanent betreut.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.09.2010, 14:35 Uhr

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9 Kommentare

hanna sonderegger

10.09.2010, 12:56 Uhr
Melden

Nichts gegen die Arbeit der Polizei, aber....wo sind wir hier?? Stellt euch einen Terroranschlag vor und unsere teuren Spezialeinheiten arbeiten so! na dann prost nägeli!! Ich weiss also langsam nicht mehr ob ich lachen oder weinen soll. Es kann doch nicht so schwer sein einen älternen bewaffneten durchgeknallten Rentner zu fassen oder? Bei dieser polizeipräsenz und er geht 2x durch die Lappen!!!! Antworten


markus gräser

10.09.2010, 12:35 Uhr
Melden

"unvorbereitet", "unvorgesehen", "plötzlich aus dem Nichts" - Solche Ausdrücke in jedem Polizeistatement zu lesen, gibt einem schon sehr zu denken, wohlwissend, dass es sich um Sondereinheiten, ja Spezialisten der Polizei handelt, die genau für solche Fälle erschaffen wurden. Hier wäre die Heilsarmee noch besser am Zuge....! Antworten



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