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Moscheen folgen Blancho

Aktualisiert am 19.04.2010 12 Kommentare

Der fundamentalistische Zentralrat stösst in Biel auf grosses Interesse: Eine Schule und acht Moscheen wollen ihm beitreten.

(Video: TeleBärn-Video)

Die Botschaften der umstrittenen muslimischen Organisation von Nicolas Abdullah Blancho scheinen besonders in Biel auf fruchtbaren Boden zu stossen: Die Muslimische Gemeinde Biel, bestehend aus einer Schule und acht Moscheen, beschloss, dem Islamischen Zentralrat (IZRS) beizutreten. Dies bestätigte Abdul Jabbar Kohler, Präsident der Muslimischen Gemeinde Biel, gegenüber der «SonntagsZeitung». Damit tritt erstmals ein Zusammenschluss von Moscheen dem im Oktober 2009 gegründeten Zentralrat bei. Und lässt diesen von heute rund 1000 auf rund 4000 Mitglieder anwachsen. Zudem will der Zentralrat eine Botschaft in der Stadt Bern einrichten, wie der IZRS-Pressesprecher gegenüber der Zeitung «Sonntag» betonte.

Jung und männlich

Die Anhänger von Blancho, der im Zweifelsfall die Scharia über das Schweizer Recht stellen will, sind vor allem junge Männer. Laut einer Mitgliederliste, welche dem «Sonntag» vorliegt, sind 60 Prozent Männer, 40 Prozent Frauen. Und rund 60 Prozent der Mitglieder haben einen Schweizer Pass, die meisten von ihnen stammen aus Einwandererfamilien. Nur gerade 10 Prozent der IZRS-Mitglieder sind Konvertiten. Erstaunlich ist das Alter der Mitglieder: Rund 80 Prozent sind jünger als 35.

Die grosse Mehrheit gibt an, zu arbeiten. Derzeit nimmt der Verein nach eigenen Angaben pro Tag zwei bis vier neue Mitglieder auf. Sorgen bereitet dieser Zuwachs dem Direktor des Bundesamtes für Migration, Alard du Bois-Reymond: Radikale Islam-Konvertiten könnten zu einem Sicherheitsproblem werden.

Armee mit Merkblatt

Die Schweizer Armee verfügt neu über ein Merkblatt zum Umgang mit nichtchristlichen Wehrleuten. Neben den Speisegeboten wie dem Schweinefleischverbot regelt es auch die Gebetszeiten. Der Muslim in Feldgrau soll sich nur einmal täglich gen Mekka verneigen. Das Merkblatt für nichtchristliche Soldaten entspreche einer Tradition der Schweizer Armee, sagte VBS-Sprecher Martin Bühler zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag».

Schon immer habe das Militär im Wissen, eine Zwangsgemeinschaft zu sein, Ausnahmen gemacht und genehmigt. Sonderregelungen gebe es bereits für jüdische Kameraden. Auch Landwirte etwa profitierten von Ausnahmen, wenn in ihrem Betrieb Not am Mann sei. Nun können muslimische Rekruten vor der Sommer-RS beim Schulkommando melden, dass sie kein Schweinefleisch essen. Unterdessen ist in einzelnen Rekrutenschulen rund jeder zehnte angehende Soldat ein Muslim. Die Küche wird ihnen Alternativmenüs auftischen. Auch die Selbstverpflegung ist möglich.

Das Merkblatt regelt neben den Speisevorschriften auch den Urlaub für die offiziellen religiösen Feiertage und die Gebetszeiten. Da ein Muslim im Wehrdienst die fünf täglichen Gebetszeiten nicht gut einhalten kann, soll er sie nach Dienstschluss in einem Gebet zusammenfassen. Nach Armeeangaben ist dies möglich. Das Merkblatt wurde zusammen mit zwei Muslimen ausgearbeitet.

Für die Gebete von Angehörigen aller Religionen stellt die Armee geeignete Räume zur Verfügung. Auf einzelnen Waffenplätzen gibt es einen «Raum der Stille». Wo solche Räume fehlen, kann auch ein Schulungsraum benutzt werden. (sda/gr/BZ)

Erstellt: 19.04.2010, 10:16 Uhr

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12 Kommentare

Habib Ameur

19.04.2010, 12:00 Uhr
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Man hackt immer, überall in den Medien über die Islamisten her, wie sie genau nach dem Koran leben,hart gegenüber Frauen, und keine "moderne Welt" akzeptieren wollen, das ist recht und gut. Ich möchte aber, dass die Medien auch mal einen Rabbinen ins Studio einladen würden und ihn nach seinem Lebensgrundlagen fragen, ob er strickt nach dem Thora lebt, o. unsere Gesetze akzeptiert. Antworten


Peter Münger

19.04.2010, 09:58 Uhr
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Gebt ihnen nur einen Finger und sie wollen die ganze Hand. Merkt keiner das das entgegenkommen sehr einseitig ist. Wir machen alles damit sie sich verwirklichen können und sie Vordern und passen sie nicht an. Wir leben in einem Zivilisierten Land und da haben sich alle gefälligst anzupassen. Wo sind die Frauenorganisationen und die Grünen, weshalb entsetzen sie sich nicht ? Antworten



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