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Mehr Platz für die Busse

Von Herbert Rentsch. Aktualisiert am 09.02.2012

Die Halteplätze für Linienbusse vor der Post in Aarberg sind überlastet. Um die gefährlichen Verkehrssituationen zu entschärfen, lässt der Kanton nun eine Studie erstellen.

Enge Platzverhältnisse: Auf dem Parkplatz vor der Post warten die
Busse dicht gedrängt. Das soll sich bald ändern.

Enge Platzverhältnisse: Auf dem Parkplatz vor der Post warten die Busse dicht gedrängt. Das soll sich bald ändern.
Bild: Urs Baumann

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Wenn die Busse vorfahren, ist das Gedränge gross auf dem Parkplatz vor der Post Aarberg. Sechs Postautolinien führen dorthin, manchmal halten die gelben Fahrzeuge von Postauto im Minutentakt. Die Aussteigenden zwängen sich zwischen den Bussen durch. Und weil diese nebeneinander stehen, können die parkierten Autos nicht mehr aus den Parkfeldern herausfahren. «Es entstehen gefährliche Verkehrssituationen, vor allem wenn ein Bus in die Strasse hineinragt», sagt der Aarberger Bauverwalter Marc Lehmann.

Lange Gelenkbusse

Die Lage auf dem Postparkplatz vis-à-vis des Bahnhofs hat sich in den letzten Jahren zugespitzt, weil Postauto Region Bern zunehmend Gelenkbusse einsetzt: Sie beanspruchen wegen ihrer Länge mehr Platz.

Vor einem Jahr fragte ein Votant an der Gemeindeversammlung, ob dem Gemeinderat die unbefriedigende Situation bekannt sei. Das war sie. Denn bereits 2010 hatte die Gemeinde untersucht, ob es andere Lösungen gäbe, welche die Situation entschärfen könnten. «Wir kamen leider zu keinem Ziel», so Lehmann. Gescheitert sind die Anstrengungen unter anderem, weil Grundstückbesitzer für einen Bushalteplatz nicht Hand bieten wollten. Zudem war die Post nicht bereit, ihre Kundenparkplätze vor dem Gebäude aufzugeben.

Studie kostet 29'000 Franken

Jetzt wird das Thema wieder aufgegriffen. Die Regionale Verkehrskonferenz Biel-Seeland und Postauto Region Bern sind auf das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr zugegangen. Es hat den Auftrag für eine Studie erteilt, welche Vorschläge für einen neuen Bushof enthalten soll. Erste Gespräche der beteiligten Stellen finden dieser Tage statt. Die Studie der Firma Kontextplan AG in Bern kostet 29'000 Franken, 4500 Franken übernimmt die Gemeinde Aarberg.

Abseits vom Bahnhof?

«Wie die Situation am heutigen Ort ausgereizt werden kann, wissen wir schon», sagt Bauverwalter Lehmann. «Die Studie muss deshalb auch Lösungen in einem weiteren Umfeld von Bus- und SBB-Bahnhof aufzeigen.» Mit «weiterem Umfeld» sind Standorte gemeint, die nicht direkt beim Bahnhof liegen: ein Bushof zum Beispiel auf dem heutigen Cargoverladeplatz vor der Alten Ziegelei. Oder entlang der Radelfingenstrasse, die auf der anderen Bahnhofseite den Geleisen entlang führt.

Wann eine neue Lösung für den Bushalteplatz umgesetzt sei, sei schwierig abzuschätzen, so der Bauverwalter. Genügen neue Markierungen, so könnte es schnell gehen. Sind dagegen Landverhandlungen nötig und brauchts ein Baugesuch, verstreichen vielleicht noch ein, zwei Jahre. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.02.2012, 07:00 Uhr

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