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Krach in der SVP: Stadträte verlassen Partei und gründen BVP

Eklat bei der Bieler SVP: Ihr Gemeinderat René Schlauri und die fünf SVP-Stadträte sind am Mittwoch aus der Partei ausgetreten. Sie wollen künftig in einer neuen Partei namens «Bieler Volkspartei BVP» politisieren.

Sie gründeten die Bieler Volkspartei:  René Schlauri (nebenamtlicher Gemeinderat) und die Stadträte René Eschmann, Patrick Calegari, Andreas Sutter, Hanspeter Habegger und Ruedi Habegger (v.l.).

Sie gründeten die Bieler Volkspartei: René Schlauri (nebenamtlicher Gemeinderat) und die Stadträte René Eschmann, Patrick Calegari, Andreas Sutter, Hanspeter Habegger und Ruedi Habegger (v.l.).
Bild: BT

René Schlauri kehrt der Bieler SVP den Rücken. (Bild: Stefan Wermuth)

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Die sechs Austretenden kritisieren, die SVP Biel verfolge einen «Weg der Opposition und Provokation», wie sie am frühen Mittwochabend an einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz erklärten. Dieser Kurs sei im Hinblick auf die Gemeindewahlen in zwei Jahren «wenig zielführend».

Man habe deshalb die Konsequenzen gezogen und bereits eine neue Partei namens BVP gegründet, hiess es weiter. Diese strebe eine «volksnahe und konstruktive Politk» an. Die neue bürgerliche Ortspartei stehe allen offen, wenngleich die definitiven Strukturen noch nicht gefunden seien.

Die BVP beschränke sich bewusst auf lokale Politik, betonten die Gründungsmitglieder weiter. Sie behalte sich alle Optionen «punkto Kooperationen mit anderen Parteien» offen.

Die Abtrünnigen sind: Gemeinderat René Schlauri sowie die Stadträte Patrick Calegari, Hanspeter Habegger, René Eschmann, Ruedi Habegger und Andreas Sutter.

Streit um Stöckli-Nachfolge

Entzündet hat sich der Streit an der Frage, ob sich die SVP um den Gemeinderatssitz bewerben soll, der durch den Rücktritt von Stadtpräsident Hans Stöckli frei wird. Stöcklis Partei, die SP, hat zwar das Recht, einen Nachfolger im Gemeinderat zu benennen.

Dieser Vorschlag kann aber von 3000 Stimmberechtigten bestritten werden. In diesem Fall käme es zu einer offenen Wahl.

Die Spitze der Bieler SVP wollte von den Parteimitgliedern wissen, ob man den SP-Sitz attackieren soll. Sie lud deshalb für Mittwochabend zu einer ausserordentlichen Parteiversammlung. Das brachte das Fass bei den sechs Mandatsträgern offensichtlich zum Überlaufen.

Mathias Müller, der Vizepräsident der SVP Biel, bedauert die Parteiaustritte, wie er in einem Communiqué festhielt. Er hätte es lieber gesehen, wenn die Austretenden den Parteimitgliedern ihre Argumente vorgetragen hätten. Nichtsdestotrotz wünsche er ihnen «alles Gute auf ihrem weiteren Weg». (met/sda/)

Erstellt: 11.08.2010, 20:01 Uhr

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11 Kommentare

Heinz Fritschi

12.08.2010, 16:51 Uhr
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Urben Jörg: "Und überhaupt wo ist die SVP wenns ums verscherbeln der Heimat an reiche Ausländer geht??" Antwort: An der Kasse natürlich, die kassieren dabei recht ein. Die SVP hat sich noch selten ums Volk gekümmert. Die machen nur grosse Worte, bauschen Probleme auf, bringen aber keine Lösungen. Antworten


Martin Meier

12.08.2010, 12:33 Uhr
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Das waren nie SVP ler .Gut wenn solche halbgrüne die SVP verlasse. Die Bieler hätten andere Sorgen. Schulbuben aufführung. Antworten


Christoph Keller

12.08.2010, 10:29 Uhr
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Bloss weil man eine ausserordentliche Parteiversammlung einberuft treten diese Herren Stadt- und Gemeinderäte zurück? Ohne an der Versammlung ihre Argumente vorzubringen? Die SVP Biel soll froh sein, dass diese "Super-Demokraten" austreten. Das kann ja nur besser werden. Antworten


Peter Wenger

12.08.2010, 10:22 Uhr
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@Urben Jörg:Glauben Sie wirklich, was Sie da schreiben. Wer will Zuwanderung in Hülle und Fülle, wer war für den freien Personenverkehr? Dass jetzt halt auch reiche Ausländer kommen, und nun kaufen, das ist das Los,welches wir nun zahlen müssen. LEIDER.. Was man der SVP sicher nicht anhängen kann, dass sie nicht zur Schweizer- Heimat stehen.. Da müssen Sie schon die Linken und Netten anprangern.. Antworten


Paul Rohner

12.08.2010, 09:46 Uhr
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So langsam trennt sich die Spreu (BVP) in Biel vom Weizen (SVP). Und das ist gut so. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Antworten


Sven Beck

12.08.2010, 09:45 Uhr
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Ist es nicht Verrat an den StimmbürgerInnen, wenn Politiker in der laufenden Legislaturperiode aus der Partei austreten? Da die Abdrünnigen derart vor den Linken kuschen, ist nun offensichtlich, warum sich in den letzten Jahren die Problemberge in Biel derart gehäuft haben (Drogenhandel, Kriminalität, Zerfall der Volksschule, Migrationströme und Multikulti ohne Ende). Antworten


Urben Jörg

12.08.2010, 09:41 Uhr
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Da muss ich dem Schreiber Sven Frey recht geben,die SVP sollte man auflösen und endlich ne Partei gründen die sich um den Arbeitnehmer Mittelsatnd kümmert... !! Mit Ausländerhetzte und Polemik kann man keine Probleme lösen !! Und überhaupt wo ist die SVP wenns ums verscherbeln der Heimat an reiche Ausländer geht?? nirgends.....!! Antworten


Sven Frey

12.08.2010, 08:50 Uhr
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Es ist das einzig Vernünftige, diese Partei ganz aufzulösen. Die Bieler haben den ersten Schritt dazu gemacht, dafür gebührt ihnen eine Auszeichnung! Antworten


David Herzig

12.08.2010, 08:11 Uhr
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Die Mandatsträger treten wegen dem "Stapi-Referendum" aus der Partei aus, während die Basis einstimmig für ein Referendum ist. Waren somit wohl keine Volksvertreter. Hoffentlich politisieren sie in der neuen BxP-Partei, welche "konstruktiv" sein will, aktiver als bis anhin unter SVP-Flagge. Denke aber, dass diese neue Partei verschwindet, sobald deren Exponenten nicht mehr im Amt sind. Antworten


Armin Buchenel

12.08.2010, 07:54 Uhr
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Dass die Bieler SVP einen eigenen Kandidaten für die Nachfolge von Hans Stöckli portieren wollte, erklärt den Austritt der sechs Herren kaum. Vielmehr dürfte die Enttäuschung über den Misserfolg der Bieler Kandidaten (Schlauri und Calegari) bei den Grossratswahlen mitspielen: .5 der 7 neu gewählten Grossratsmitglieder sind Agarier, ebenfalls 5 stammen aus dem ehemaligen Amtsbezirk Aarberg! Antworten


Heinz Fritschi

11.08.2010, 21:41 Uhr
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Eigenbrötler. Jedem Politiker seine eigene Partei. Warum denn nicht zur BDP? Aber immerhin: die Blocker-Partei wird geschwächt. Antworten



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