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Ins taucht in Ankers Zeiten ein

Alles für Anker: Auf dem Inser Märit gab es gestern kaum ein Durchkommen. Besucher und Marktfahrer konnten eine Zeitreise ins 19.Jahrhundert antreten und sich kleiden, arbeiten und einkaufen wie Albert Ankers Zeitgenossen.

Der wohl bekannteste Marktfahrer an diesem Tag: Albert Ankers Ururenkel Matthias Brefin.

Der wohl bekannteste Marktfahrer an diesem Tag: Albert Ankers Ururenkel Matthias Brefin.
Bild: Urs Baumann

Video

(Video: TeleBärn)

Zwei Frauen klopfen am Brunnen Wäsche auf antiken Waschbrettern aus. Eine junge Dame spinnt und verarbeitet Rosshaar. Es gibt Besenbinder, Seiler, Spinner und Hutmacher. Mitten im Gedränge spielen Schulkinder Himmel und Hölle. Alle Akteure tragen nostalgische Kostüme und inszenieren Ankers Zeit als buntes Freilichtschauspiel. Daneben können die Besucher an 150 Ständen Kunsthandwerk und Antiquitäten kaufen.

Das wäre ein Bild für Albert Anker gewesen. In Scharen strömten gestern Besucher aus der ganzen Schweiz in die Heimatstätte des Malers und füllten die Gassen im kleinen Dörfchen Ins. Wo Albert Anker (1831–1910) sich einst mit Skizzenblock und Bleistift inspirieren liess, reihte sich Stand an Stand: Anlässlich des 100.Todestages des einheimischen Malers haben die Organisatorinnen des Inser Märits grossen Aufwand betrieben, um Ins ins Licht des 19.Jahrhunderts zu tauchen. «Wir sind mehr als zufrieden», sagt Barbara Düscher, die mit Kathrin Bandi den Markt unter dem Motto «Anker-Märit – einst und jetzt» auf die Beine gestellt hat.

Der nächste Inser Märit findet im Oktober statt. Dann allerdings wieder ganz im Licht des 21.Jahrhunderts.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 20.05.2010, 09:51 Uhr

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