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Hauptverdächtiger nimmt Stellung

Der 74-jährige Mann aus Sutz, der verdächtigt wird, den tödlichen Bootsunfall auf dem Bielersee verursacht zu haben, hat sich am Freitagnachmittag schriftlich zum Vorfall geäussert. Bernerzeitung.ch/Newsnet bringt anbei die Stellungnahme im Wortlaut.

1/10 Das Boot des 74-Jährigen wird von der Polizei abgeholt.
Leserreporter: zvg

   

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«Ich war am späten Nachmittag des 11. Juli 2010 mit meinem Boot auf dem Bielersee unterwegs. Weder ich selbst noch die beiden anderen Personen auf dem Boot haben etwas Aussergewöhnliches festgestellt. Deshalb war und ist es für uns undenkbar, dass wir in den tragischen Unfall verwickelt sein könnten.

Schon am Dienstag, 13. Juli 2010 hat die Seepolizei mein Boot untersucht. Am Donnerstag, 15. Juli 2010 wurde ich von zwei Polizisten befragt. Ich habe die Polizisten sofort darüber orientiert, dass ich am späten Nachmittag des 11. Juli 2010 auf dem See war, und ich habe alle verlangten Auskünfte der Wahrheit entsprechend erteilt. Nachdem ich bereits von der Polizei kontaktiert worden war, bestand kein Anlass mehr, mich meinerseits (als Eigentümer eines Boots der gesuchten Marke) bei der Polizei zu melden.

Ich begrüsse es, dass mein Boot sichergestellt wurde. Es liegt in meinem Interesse, dass eine rasche Aufklärung erfolgt. Ich hoffe sehr, dass der Verdacht, welcher für meine Frau und für mich eine schwere Belastung darstellt, durch die technischen Untersuchungen am Boot entkräftet werden kann.

Unabhängig vom Ergebnis der weiteren Ermittlungen spreche ich der Familie und dem Verlobten des Opfers mein herzliches Beileid aus.»

Anwaltsbüro vertritt Verdächtigen

Der verdächtige 74-Jährige wird inzwischen vom Berner Anwaltsbüro Friedli & Schnidrig vertreten. Die Kanzlei teilte am Freitag mit, dass weder sie noch ihr Mandat weitere Angaben mache, solange die Untersuchung nicht abgeschlossen sei. (js/met)

Erstellt: 30.07.2010, 15:35 Uhr

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6 Kommentare

Ruth Hofer

30.07.2010, 21:27 Uhr
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Es war ein Unfall und beide Beteiligten sind schuldig. Der Motorbootfahrer sagt und schreibt aber, er sei unschuldig und habe damit nichts zu tun. Wieso braucht er denn einen Anwalt ? Antworten


christoph scheidegger

30.07.2010, 17:37 Uhr
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für einen verdächtigen oder für einen angeschuldigten, kann auch ich problemlos aufrichtig empfundenes mitgefühl entwickeln und je nach situation auch ein gewisses verständnis aufbringen, für unfallopfer und ihre angehörigen aber auch, oder...? Antworten


philipp glanzmann

30.07.2010, 17:24 Uhr
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also die werden dem 74 jährigen gar nicht beweisen können, den es hat weder am schiff noch an der motorschraube irgendwelche spuren hinterlassen, die einzige möglichkeit die täter zu finden ist, wenn sie alles ausplaudern. Antworten


Charles Dupond

30.07.2010, 16:54 Uhr
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Warum gibts eigentlich noch Polizisten, Staatsanwaelte und Richter? Wo sich doch das Hetz- und Sexprangerblatt als Fahnder, Belohnungsaussetzer, Vorverurteiler und Scharfrichter in einer "Person" aufspielt. Strafuntersuchungen sind mit gutem Grund grundsaetzlich geheim und Gerichtsverhandlungen oeffentlich. Davon werden immer mehr Ausnahmen gemacht, selten zum Vorteil der Restrechts"pflege".... Antworten


Roland Zeller

30.07.2010, 15:36 Uhr
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Ohne irgendjemandem zu Nahe treten zu wollen... aber ev. ist es ja wirklich so, dass ein 74-Jähriger Senior auf einem Schnellboot auch nicht mehr wirklich alles mitkriegt und das Unglück unwissentlich passiert ist? Beim schnellen Fahren ist ja auch der Blickwinkel ziemlich ungünstig. Falls dies so wäre, dann würde sich auch die Frage stellen, was die Passagiere bemerkt haben...Alter? Antworten


Lars Meier

30.07.2010, 15:33 Uhr
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Es war an diesem 11.7. wenig los auf dem See. Trotz Ferienzeit, Wochenende und super Wetter. Wir waren auch draussen. Wieviele Boeschboote fahren wohl zur gefragten Zeit, mit passendem Modell, mit Passagieren wie beschrieben und der Personenbeschreibung vom Fahrer bei einer Unfallzeit vorbei? Naja... Passiert ist passiert. Ich hoffe die Tatbeweise können erbracht werden! Antworten



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