Gemeinderat will Strassenbeleuchtung zeitweise abschalten
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Im Murtner Merlachfeld könnten ab dem Spätsommer in der Nacht die Strassen dunkel bleiben. Um einen Beitrag zur Verringerung der Lichtverschmutzung zu leisten, plant der Gemeinderat Murten die Strassenbeleuchtung zeitweise abzuschalten (beispielsweise von Mitternacht bis um 6 Uhr), wie er in einer Mitteilung schreibt. Deshalb soll ab dem Spätsommer 2009 ein Pilotprojekt durchgeführt werden.
Als Versuchsquartier wurde das Merlachfeld ausgewählt, in dem heute rund vierhundert Personen leben. Dieses neue Quartier erfülle in technischer Hinsicht am besten die Voraussetzungen, um die Strassenbeleuchtung teilweise auszuschalten, begründet Stadtschreiber Urs Höchner die Wahl.
Bevölkerung fragen
Ob das Projekt aber überhaupt gestartet wird, hängt davon ab, ob die betroffene Quartierbevölkerung dahintersteht. Um dies herauszufinden, wird die Gemeinde in den nächsten rund zwei Wochen an alle betroffenen Haushalte im Merlachfeld einen Fragebogen verteilen. Falls in drei Vierteln der zurückgesandten Fragebogen das Projekt unterstützt wird, wird der einjährige Versuch durchgeführt. Entscheidend wird sein, ob die Bevölkerung den Umwelt- oder den Sicherheitsaspekt stärker gewichten wird.
Während der einjährigen Testphase wird eine Anlaufstelle für Fragen aus der Bevölkerung eingerichtet. Eine eigens damit beauftragte Person wird den Versuch begleitet und auswerten.
Sparpotenzial eher gering
Hinter dem Projekt, das von der Umwelt- und Energiekommission initiiert wurde, steht in erster Linie das Ziel, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. «Es ist ein politischer Entscheid», betont Urs Höchner. Es gehe darum, die Bevölkerung für das Problem der Lichtverschmutzung zu sensibilisieren. Man könne mit dem Ausschalten der Beleuchtung sicher auch Energie sparen, so der Stadtschreiber. Das seien aber eher geringe Mengen, da das Sparpotenzial durch die Industriellen Betriebe Murten bereits gut ausgeschöpft werde. (Berner Zeitung)
Erstellt: 16.04.2009, 10:21 Uhr

