Erste heisse Spur im Fall des flüchtigen Seerasers?
Von Jon Mettler. Aktualisiert am 30.07.2010 11 Kommentare
Stefan Senn (links), Programmleiter von TeleBielingue, im Gespräch mit dem Verdächtigen. (Bild: Screenhot)
Video: Telebärn.
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Dies berichtete der Aargauer Lokalsender Tele M1 am Donnerstagabend.
Zudem ist Tele M1 aus Versicherungskreisen zugetragen worden, dass ein 74-jähriger Mann bei seiner Versicherung in Biel brisante Erkundigungen eingeholt habe. Der Mann soll sich über die Haftungsfrage bei Personenschäden mit Motorbooten informiert haben. Er soll sogar gesagt haben: «Ich glaube, ich habe einen Seich gemacht.»
Ob es sich dabei um den 74-jährigen Unternehmer aus Sutz handelt, ist aber nicht klar.
Unternehmer passt ins Profil
Der Bieler Lokalsender TeleBielingue hat den Mann am Donnerstag treffen können. Vor der Kamera nahm der Besitzer des beschlagnahmten Bootes jedoch keine Stellung. Allerdings liess er sich auf ein Gespräch mit TeleBielingue-Programmleiter Stefan Senn ein. Senn sagte am Donnerstagabend auf dem Sender, der Mann passe vom Aussehen her auf das Profil des Täters, welches die Kantonspolizei Bern veröffentlicht habe. «Er hat mir gesagt, dass er sich am 11. Juli zwar auf dem See aufgehalten habe, aber bereits vor dem Zeitpunkt des tödlichen Unfalls wieder an Land gewesen sei», sagte Senn in den 19-Uhr-Nachrichten von TeleBielingue.
Der Mann habe ruhig, besonnen und gefasst gewirkt, erklärte Senn weiter. Er habe aber den Eindruck gehabt, dass die aktuelle Situation den Bootsbesitzer «arg belastet», so Senn. Der Mann habe angedeutet, dass er unter Zugzwang sei. Solange er unter Verdacht stehe fühle er sich wie umtrieben, etwas zu unternehmen.
In der Freitagausgabe des «Bieler Tagblatts» sagte Senn, der Anwalt des 74-jährigen Unternehmers wolle mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit gelangen. Der Zeitpunkt sei aber noch offen. Dem Vernehmen nach will die Kantonspolizei Bern am Freitag über den weiteren Stand der Ermittlungen informieren.
Der «Blick» meldet in seiner Freitagsausgabe, dass die Polizei das beschlagnahmte Luxusboot schon länger im Auge gehabt habe. Am vergangenen Dienstag, dem Tag der Beschlagnahmung, seien die Beamten bereits zum dritten Mal am Anlegeplatz gewesen. Beim ersten Mal hätten sie sich das verdächtige Boot ganz genau angeschaut. Beim zweiten Besuch hätten die Polizisten das Boot eingepackt, um es unbrauchbar zu machen. Erst vier Tage nach dem zweiten Besuch sei es dann zur Beschlagnahmung gekommen.
Schlechter Ruf bei Fischern
Offenbar hat der Besitzer des beschlagnahmten Bootes unter den Fischern des Bielersees den Ruf, rasant zu fahren und wenig Rücksicht zu nehmen. Dies sagte ein Augenzeuge gegenüber TeleBielingue, der auf dem Campingplatz Sutz wohnt und beobachtet haben will, wie die Polizei das Boot abtransportierte. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.07.2010, 12:37 Uhr
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11 Kommentare
Ich hoffe, dass dieses schlimme Verbrechen lückenlos augeklärt und der Täter hart bestraft wird - auch wenn er prominent, stein- oder einflussreich sein sollte. Der unnötige Tod dieser jungen Frau darf nicht ungesühnt bleiben. Möge Justitia weise handeln. Bedingte Strafen werden in diesem Fall einen Aufstand der Bevölkerung provozieren. Antworten
Es bleibt zu hoffen, dass die Anfrage bei der Versicherung und der Abtransport des Bootes in keinem Zusammenhang stehen. Denn sonst blicken wir in menschliche Abgründe: Fahrerflucht, wochenlanges Schweigen und nachdem es eng geworden ist, als erstes die Haftpflichtversicherung anrufen... Warten wir ab, bis mehr Klarheit in dieses Drama kommt! Antworten






