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Curler müssen um ihre Halle zittern

Von Simone Lippuner. Aktualisiert am 07.02.2012

Die Sanierung der Eistempel wird konkret: Nach der Abstimmung sollen sowohl die Seeland- wie auch die Curlinghalle saniert werden. Den Stimmberechtigten werden aber beide Varianten vorgelegt – die Curler sind also noch nicht auf der sicheren Seite.

Zitterpartie um den Eistempel: Die Curler von Lyss müssen um ihre Zukunft bangen. Im Herbst werden die Lysser Stimm-berechtigten über die Sanierung ihrer Halle entscheiden.

Zitterpartie um den Eistempel: Die Curler von Lyss müssen um ihre Zukunft bangen. Im Herbst werden die Lysser Stimm-berechtigten über die Sanierung ihrer Halle entscheiden.
Bild: Enrique Munoz

Lyss soll auch in Zukunft zwei Eishallen haben: Das stellte gestern an der Sitzung des Grossen Gemeinderates niemand in Frage. Das Parlament folgte einstimmig dem Antrag des Gemeinderates, sowohl die Seelandhalle wie auch die Curlinghalle baulich und energetisch zu sanieren.

Ebenfalls abgesegnet wurde die Variantenabstimmung: Im Herbst sollen die Stimmbürger entscheiden, ob sie die Totalvariante für 4,1 Millionen Franken oder nur die Sanierung der Seelandhalle für 2,8 Millionen bevorzugen. «Es wäre falsch, den Bürgern das Gesamtpaket vorzulegen. Sie sollen eine Option haben», sagte Gemeindepräsident Andreas Hegg (FDP).

BDP will keine Varianten

Mit dem Vorhaben der Variantenabstimmung zieht der Gemeinderat auch eine Lehre aus dem letzten Kapitel zur Seelandhalle: Die Lysser lehnten den Kredit über 2,8 Millionen für die Fassadensanierung und den Ausbau der Curlinghalle von zwei auf vier Rinks im November 2010 knapp ab. Dies, nachdem GLP und EVP erfolgreich das Referendum ergriffen hatten. «Mit der Variantenabstimmung wollen wir verhindern, dass wieder so etwas passiert», so Hegg. Im Grossen Gemeinderat waren wenige kritische Stimmen zu hören – auch nicht von der GLP. «Wir haben Freude an diesem neuen Projekt», sagte Gérald Koehn, Präsident der GLP Lyss. Versöhnliche Töne stimmte auch Philippe Schenkel (EVP) an: «Wir sind froh, ist nun die energetische Sanierung enthalten.» Das habe den Lyssern bei der letzten Abstimmung gefehlt. Auch SP, Grüne und FDP äusserten sich positiv zum Projekt.

Einzig die BDP konnte zwar der Gesamtsanierung, nicht aber den Varianten zustimmen. Die Partei stellte den Antrag, den Stimmbürgern nur die Variante 1 vorzulegen. In der Schlussabstimmung sprachen sich die Räte mit 26 zu 16 Stimmen für eine Variantenabstimmung und gegen den Antrag der BDP aus.

Dies schmälert die Chancen der Curler auf eine sanierte Halle mit Nebenräumen: «Wenn an der Urne die billigere Variante bevorzugt wird, ist das das Aus fürs Curling in Lyss», sagte Beat Hofer kürzlich gegenüber dieser Zeitung. Hofer ist Präsident der Curling-Vereinigung Lyss. «Als ganzer Verein mit über 100 Mitgliedern andernorts Anschluss zu finden, ist schwierig.»

Bauarbeiten im 2013

Das bestätigt auch Andreas Hegg. «Und falls Variante 1 abgelehnt wird, bleibt alles, wie es ist: Die Curler und Hockeyspieler nutzen eine marode, energiefressende Halle.» Die Seelandhalle ist 45 Jahre alt, die letzte Sanierungsetappe liegt 20 Jahre zurück. Nach Abschluss dieser letzten zwei Etappen soll der Zustand der Halle auf einem Niveau sein, das während Jahren keiner grösseren Investitionen mehr bedarf. Die Arbeiten sind für 2013 terminiert. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.02.2012, 06:58 Uhr

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