Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Brennende Autos in Biel: «Das Augenmerk liegt auf den Ermittlungen»

Interview: Yasmin Ablondi. Aktualisiert am 22.08.2011 8 Kommentare

Am Wochenende trieb in Biel ein Feuerteufel erneut sein Unwesen. Im Interview erklärt Barbara Schwickert (Grüne), Sicherheitsdirektorin der Stadt Biel, weshalb das Augenmerk auf die Ermittlungen gerichtet werden sollte.

Barbara Schwickert, Sicherheitsdirektorin Stadt Biel

Barbara Schwickert, Sicherheitsdirektorin Stadt Biel
Bild: Olivier Gresset/BT

Bildstrecke

Unbekannte setzten 18 Fahrzeuge in Brand

Unbekannte setzten 18 Fahrzeuge in Brand
In der Nacht wurden in Biel rund 20 Autos angezündet. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Frau Schwickert, was war Ihre erste Reaktion, als Sie von den Brandanschlägen in der Stadt Biel vernommen haben?
Barbara Schwickert: Wir erlebten bereits im vergangenen Winter 2010/11 Brandstiftungsdelikte in Biel, weshalb ich mir bei den jetzigen Vorfällen anfangs keine grossen Gedanken gemacht habe. Mit den Brandfällen in der Nacht auf Sonntag ist im Vergleich jedoch eine andere Grössendimension erreicht worden. Die Kantonspolizei Bern ist bemüht, die Täter so schnell als möglich zu identifizieren. Wenn man jedoch nicht weiss, wer der Übeltäter ist, kennt man auch die Motive nicht.

Was könnten aus Ihrer Sicht die Beweggründe für die Attacken sein?
Die Beweggründe kenne ich nicht, weshalb die Frage schwer zu beantworten ist. Einerseits könnte der Täter ein Pyromane sein, eine Person mit einem krankhaften Brandstiftungstrieb, oder ein Nachahmungstäter der kürzlich erfolgten Brandstiftungsanschläge in London und Berlin. Ebenfalls möglich ist, dass es sich bei den Tätern um eine Gruppe Jugendlicher handelt, die aus «Langeweile» gehandelt haben, was teilweise auch als Motiv angegeben wird.

Werden zukünftig verschärfte Polizeimassnahmen ergriffen?
Die Sicherheitsdirektion der Stadt Biel arbeitet eng mit der Kantonspolizei Bern zusammen, vor allem nachdem die Stadtpolizei Biel anfangs 2009 aufgelöst wurde. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und Augenzeugen werden gebeten, sich beim kleinsten Verdacht oder einer aufgefallener Kuriosität bei der Polizei zu melden. Die momentan wichtigste Entscheidung der Kantonspolizei ist, ob sie die Patrouillentätigkeiten erhöhen will. Dies ist daher schwierig zu entscheiden, weil nicht voraussehbar ist, ob ein weiterer Anschlag eintreffen wird, und falls ja, ob es wieder in der Stadt Biel selbst oder zum Beispiel in einer umliegenden Gemeinde erfolgen wird. Das Augenmerk sollte nun jedoch auf die Ermittlungen gerichtet werden.

Wie ist die momentane Grundstimmung in der Stadt Biel und Umgebung?
Die Grundstimmung ist ruhig und besonnen. Obwohl keine Panik zu spüren ist, sind die Menschen dennoch aufmerksam. Diejenigen, welche die Brände hautnah oder von weitem miterlebt und beobachtet haben, könnten unter möglichen Angst- oder Schockzuständen stehen. Ein genereller Angstzustand ist jedoch nicht feststellbar. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.08.2011, 12:30 Uhr

8

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

8 Kommentare

Isabelle Hunziker

22.08.2011, 14:28 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Ich wohne in einem so genannten "Ghetto-Viertel" der Stadt und kann sagen, dass es mittlerweile unerträglich wurde. Überall Dreck, Sprayereien, alte Möbel auf den Strassen, kaputte Autos etc. Bei uns im Garten wurde bereits der Grill, Velos, Kinderspielzeug, Pflanzen, Eimer, Kohle gestohlen und es wurde schon zweimal eingebrochen. Ich finde, es reicht! Wenn die Stadt nichts macht, ziehe ich fort! Antworten


David Herzig

22.08.2011, 13:26 Uhr
Melden 8 Empfehlung

"Ein genereller Angstzustand ist jedoch nicht feststellbar." Der Satz steht schön im Kontrast zur Wirklichkeit: Gewisse Gegenden in Biel wie das Madretsch ähneln mehr der Pariser Banlieue als einem Schweizer Wohnquartier. Gut möglich, dass sich einige die Ausschreitungen in London zum "Vorbild" genommen haben. Ob nun endlich mehr Polizeipräsenz vorhanden sein wird? Antworten



Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Waren Sie schon mal in einem Pfingstlager?