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Bootsdrama: Noch immer keine Anklage

Von Simone Lippuner. Aktualisiert am 09.12.2011 2 Kommentare

Die Untersuchung des tragischen Bootsunfalls, der im Sommer 2010 eine junge Frau auf dem Bielersee das Leben kostete, verzögert sich weiter.

1/12 300 Meter vom Ufer der St. Petersinsel entfernt. In diesem Gebiet auf dem Bielersee hat sich der Unfall ereignet.

   

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Es ist jetzt beinahe eineinhalb Jahre her. Und noch immer ist unklar, wer im Sommer 2010 die junge Aargauerin auf dem Bielersee mit einem Luxusboot überfahren und so getötet hat. Die Staatsanwaltschaft stellte einen Abschluss des Untersuchungsverfahrens für diesen Herbst in Aussicht. Weihnachten steht vor der Tür, und noch immer gibt es von den Behörden keine News. «Nächste Woche werden wir näher informieren», verspricht Christof Scheurer, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Mitteilung werde jedoch nicht das Ende des Verfahrens verkünden. Vielmehr will die Staatsanwaltschaft erklären, weshalb sich die Untersuchung so in die Länge zieht. «Wenn wir einen Termin in Aussicht stellen, müssen wir auch begründen, weshalb wir diesen nicht einhalten können», sagt Scheurer. Ihm sei bewusst, dass nicht nur die Medien auf eine Klärung des dramatischen Falls warten.

Verdächtiger auf freiem Fuss

Das Drama auf dem Bielersee schockierte die Schweiz: Am Sonntagnachmittag, 11.Juli 2010, war ein junges Paar aus dem Aargau in einem Gummiboot zwischen Lüscherz und der St.Petersinsel unterwegs. Ein Motorboot raste auf die beiden zu, das Paar sprang ins Wasser, das Boot brauste über sie hinweg. Die Schiffsschraube erfasste das Bein der Frau: Die 24-Jährige verblutete am Unfallort.

Ins Visier der Polizei geriet rasch der 74-jährige Unternehmer U.T. aus der Region Biel. Er war an besagtem Zeitpunkt mit seinem Boesch-Boot auf dem Bielersee unterwegs. Der Mann bestreitet die Tat bis heute. Die Staatsanwaltschaft liess das Boesch-Boot untersuchen und drei Gutachten erstellen. Fazit: Der Kiel und der Antrieb des Bootes waren nicht beschädigt. Die Spezialisten fanden unter anderem aber Fasern von Putzlappen und organisches Material – ob es sich dabei um Blut der Frau handelt, konnten sie nicht mehr eruieren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.12.2011, 06:27 Uhr

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2 Kommentare

marlon kaiser

09.12.2011, 17:16 Uhr
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scheinbar scheint der technische dienst der kapo, überfordert zu sein. wie wäre es denn, wenn man sich im aus- land bei entsprechenden fachstellen, hilfe und unterstützung suchen würde? evt wäre es mit neueren verfahren, methoden möglich, die wichtigen beweise endlich zu finden! solche fälle sind zum glück nicht alltäglich also sucht auch hilfe in den usa, gb etc. Antworten


hugo amsteg

12.12.2011, 08:43 Uhr
Melden 1 Empfehlung

wenns keine beweise gibt, kann und darf die polizei keine herbeizaubern. dass dieses boot am unglückstag, wie hunderte andere, auf dem see war ist doch kein beweis, nicht mal ein verdacht, höchstens eine leichte vermutung einer schwachen möglichkeit, von den medien zur tatsache geschrieben. Antworten



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