Interlaken

Strahlende Soli für Kirchenchor

InterlakenZwei mit dem Oberland verbundene Solistinnen verliehen einem kirchlichen Laienchor in der Schlosskirche konzertante Leuchtkraft.

Die Solisten (v.l.): Markus J. Frey, Bariton; Judith Lüpold ,Alt; Beatrice Ruchti, Sopran, und Peter Freitag, Tenor und Leitung.

Die Solisten (v.l.): Markus J. Frey, Bariton; Judith Lüpold ,Alt; Beatrice Ruchti, Sopran, und Peter Freitag, Tenor und Leitung. Bild: Anne-Marie Günter

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35 Sängerinnen und Sänger aus der deutschsprachigen Schweiz studierten eine Woche lang im Zentrum Artos in Interlaken Werke aus der Kirchenmusik ein.

Geleitet wurden sie von Peter Freitag, Kantor und Organist der reformierten Kirche Uster, und Markus J. Frey, Bariton und Geschäftsstellenleiter des Schweizerischen Kirchgesangsbunds und der reformierten Kirchen­musikverbände der Schweiz.

Lieder und Texte aus dem Kölner Abendlob

Für das Abschlusskonzert in der Schlosskirche , das als gesungener Abendgottesdienst aufgebaut war, wählten sie Lieder und Texte aus dem Kölner Abendlob. Im Zentrum standen die Komponisten Heinrich Schütz und Felix Mendelssohn. Schwerpunkte waren das «Magnifikat» und «Nunc dimittis», zwei der drei Lobgesänge im Lukasevangelium.

Letzterer erzählt von Simeon, der als alter Mann den Heiland sehen darf und nun in Frieden stirbt. Schütz hat ihn in den Musikalischen Exequien für Basso continuo und Singstimmen komponiert, Mendelssohn als Motette. Freitag stellte beide Werke vor, Mendelssohn getragen von der Empore der ­Kirche aus, Schütz strahlend im gotischen Chor.

Konzertanten Glanz erhielt der gesungene Gottesdienst, an dem immer wieder auch die nicht sehr zahlreichen Zuhörer teilnehmen durften, durch die Solisten in festlicher Abendgarderobe. Die Sopranistin Beatrice Ruchti, die in Thun lebt, ist in der Schlosskirche immer wieder zu hören und überzeugt durch ihre stimmliche Leuchtkraft.

Judith Lüpold, aufgewachsen in Inter­laken, stellte ihre temperamentvolle Altstimme in den Dienst der religiösen Gefühlswelt, und Freys dunkel-warmer Bariton ergänzte den Gesamtklang der Solo­stimmen. (Berner Oberländer)

Erstellt: 24.04.2017, 08:32 Uhr

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