SP und Grüne wollen gemeinsam ins Stöckli

Die SP und die Grünen des Kantons Bern treten im Herbst gemeinsam zu den Ständeratswahlen an. Mit den Kandidaten Christine Häsler und Hans Stöckli rechnen sich die Parteien gute Chancen aus, den rot-grünen Sitz zu verteidigen.

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Nach den Sommerferien kommt das Wahlkarussell langsam in die Gänge. Am Dienstag präsentierten die Linke den Medien ihre Ständeratskandidaten. Es sind dies für die SP Hans Stöckli und für die Grünen Christine Häsler. Wie bereits vor vier Jahren treten die Parteien wieder gemeinsam an. 2011 schafften sie es, der SVP den Ständeratssitz von Adrian Amstutz abzujagen. Bei diesen Wahlen ist die Ausgangslage allerdings anspruchsvoll, kämpfen doch insgesamt neun Kandidierende um die zwei Berner Sitze im Stöckli.

«Das perfekte Duo»

Laut SP-Präsidentin Ursula Marti sind Häsler, die im Juni für Alec von Graffenried in den Nationalrat nachrutschte und der Bisherige Stöckli das perfekte Duo. Er, der ehemalige Stadtpräsident aus Biel und sie als Ex-Grossrätin aus Burglauenen würden nicht nur Erfahrung mitbringen, sondern auch die Anliegen der Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land kennen. SP und Grüne hätten in der Vergangenheit gezeigt, dass sie bei Majorzwahlen Mehrheiten gewinnen könnten, ergänzte Jan Remund, Co-Präsident der Grünen.

Als amtierender Ständerat hat der 63-jährige Stöckli intakte Wahlchancen. Der 52-jährigen Häsler prophezeit Remund «ein sehr gutes Resultat». Häsler will sich für Fairness gegenüber Migranten, sozial Schwächeren, dem Mittelstand und der Umwelt einsetzen. Stöckli tritt für eine gerechte und solidarische Schweiz ein. Er will die begonnene Arbeit in der Kleinen Kammer weiterführen.

Eher bescheidene «Kriegskasse»

Häsler und Stöckli führen einen gemeinsamen Wahlkampf. Die Parteien lassen sich den Wahlkampf 45'000 Franken kosten. Stöckli rechnet für seine persönliche Kampagne mit 200'000 Franken, Häsler mit 80'000 Franken. Die Beträge setzen sich aus Partei- und persönlichen Beiträgen sowie aus Wahlspenden zusammen.

Wie 2011 so rechne er erneut mit einem zweiten Wahlgang, so Stöckli. Für diesen Fall gebe es eine Vereinbarung zwischen den Parteien. Über das konkrete Vorgehen schweigen SP und Grüne. Marti: «Wir werden nach dem ersten Wahlgang das Resultat analysieren und die bestmögliche Lösung suchen.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.08.2015, 13:24 Uhr

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