Regierungsrat will Asphaltier-Trupps verbieten

Der Bund will die Verordnung über das Reisendengewerbe anpassen. Der Berner Regierungsrat schlägt verschärfte Massnahmen vor.

Reisende, die ihre Dienste anbieten, um etwa Vorplätze und Zufahrten zu teeren, tun dies oft ohne Baubewilligung (Symbolbild).

Reisende, die ihre Dienste anbieten, um etwa Vorplätze und Zufahrten zu teeren, tun dies oft ohne Baubewilligung (Symbolbild). Bild: Keystone

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Der Berner Regierungsrat unterstützt die Änderungen, welche der Bund in der Verordnung über das Reisendengewerbe vornehmen will. Sie gehen ihr aber zu wenig weit: Die Kantonsregierung schlägt vor, Reisenden Arbeiten des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zu verbieten.

Mit Asphaltier-Trupps, welche etwa Vorplätze und Zufahrten teerten, gebe es regelmässig Probleme, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag. Von solchen mobilen Trupps würden Leistungen ohne die erforderliche Bewilligung erbracht oder es würden Umweltvorschriften verletzt.

Schliesslich würden Kunden oft auch übervorteilt, führt der Regierungsrat weiter aus. Deshalb sei es richtig, in der Verordnung Reisenden gewisse Dienstleistungen zu untersagen. Doch brauche es wegen der starken Veränderungen im Reisendengewerbe in den letzten Jahren eben auch ein Verbot von Arbeiten des Bauhaupt- und Baunebengewerbes.

Laut dem Regierungsrat bieten herumfahrende Handwerker beispielsweise neu auch Malerarbeiten an. Die Berner Regierung macht dem Bund diese Aussagen im Rahmen der Vernehmlassung zur Revision der Verordnung zum Reisendengewerbe. (mb/sda)

Erstellt: 19.01.2017, 10:12 Uhr

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