Region

Wirte sollen Löffel und Rickenbacher meiden

In Wirtekreisen kursiert ein Boykottschreiben: Regierungsrat Rickenbacher und Grossrat Löffel sollen nicht mehr bedient werden.

Andreas Rickenbacher soll nicht mehr bedient werden.

Stefan Anderegg

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Das Rauchverbot im Kanton Bern schlägt nach wie vor hohe Wellen. «Ob grüner Grossrat Löffel oder roter Regierungsrat Rickenbacher – bei uns ist keiner von beiden willkommen», heisst es in einem anonymen Schreiben aus Wirtekreisen, das dieser Zeitung vorliegt. Und weiter: «Diese zwei Egoisten sollten im ganzen Kanton in keinem Restaurant mehr bedient werden.» Andreas Rickenbacher (SP) ist als Volkswirtschaftsdirektor zuständig für das Dossier, EVP-Grossrat Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) gilt als Vater des bernischen Rauchverbots.

Für die Verfasser des Briefes geht es den Wirten «ans Läbige». Das Rauchverbot wirke sich spürbar auf den Alltag in den Restaurants aus. «Das Bedienen ist teilweise nicht mehr schön», heisst es. So sei bei Bankettanlässen immer die Hälfte der Gäste draussen am Rauchen. Die Verfasser fordern alle Wirte zur Solidarität auf, auch jene, die mit der gegenwärtigen Situation zufrieden sind. (mic/BZ/)

Erstellt: 09.12.2009, 08:12 Uhr

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17 Kommentare

Heinrich Wenger

31.12.2009, 16:56 Uhr
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... endlich kann ein Nichraucher angenehme Zeit in Restaurants verbringen. Schade, dass die Wirte nicht früher und selber gehandelt haben. Ich bewundere Italien, wobei dies nicht gerade eine Nichtrauchernation ist. Hier warteten viele Hotels und Restaurants direkt auf das Verbot - so wurde im Süd-Tirol vielerorts das Verbot früher eingeführt. Das Verbot eine gute Ausrede für schlechten Umsatz. Antworten


roland steiner

10.12.2009, 09:51 Uhr
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hat schon mal ein wirt etwas davon gehört, dass 1. unsere wirtschaft nicht mehr so fit ist (die leute schauen mehr aufs geld), 2. unsere arbeitslosenzahlen steigen, 3. produkte, preise und service in div. restaurants in der stadt bern nicht verlockend sind? es könnte auch an anderen sachen als nur am rauchverbot liegen... Antworten


Ruedi Löffel

10.12.2009, 00:09 Uhr
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@Ben Palmer einfach damit das mal klar ist: Wer rauchen will oder muss, soll das meinetwegen solange tun, wie er oder sie das kann, ABER bitte damit nicht andere belästigen oder beeinträchtigen! Dies ist keine Anti-Raucher-Haltung, sondern eine Anti-Passivrauch-Haltung, was mir doch ein ziemlicher Unterschied zu sein scheint. Antworten


Peter Hodler

09.12.2009, 21:26 Uhr
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Mich erstaunt wieviele Gastro Experten es im Kanton Bern gibt. Es wird eine ganze Branche in den Dreck gezogen, und das von Menschen die kaum ein Gastronomieverständnis haben. Ich selber, seit 30 Jahren Beizer mit Leib und Seele kränkt dass sehr. Die Aktion gegen Löffel und Rickenbacher kann ich nicht Unterstützen den wir sind Gastgeber und bedienen jeden Gast, ob Gastro feindlich oder nicht. Antworten


Ben Palmer

09.12.2009, 19:19 Uhr
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Wenn Ruedi Löffel nicht mehr bedient wird, dann spürt er an sich selbst. was es bedeutet, andere Menschen wegen ihres Lebensstil zu gängeln. Er hat als Lebensstil die militante Anti-Raucher-Haltung gewählt; das darf er gerne, wenn er die Konsequenzen für sich in Kauf nimmt. Antworten


Ben Müller

09.12.2009, 15:53 Uhr
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@Dominik Hauser: stimmt in unserem Fall überhaupt nicht, wir sind jetzt halt mehr in privatem Rahmen unterwegs (Nichtraucher und Raucher). @Christine Eckstein: ok, dachte ich mir. Als Vater finde ich es ebenfalls toll dass es rauchfreie Restaurants gibt. Die Serviceleute die ich kenne rauchen zu 90% selber (wohl Zufall?). Ich kann nach wie vor nicht verstehen warum JEDE Beiz rauchfrei sein muss! Antworten


Dominik Hauser

09.12.2009, 15:07 Uhr
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@Kay Eskes: Ihre Rechnung ist auch nicht gerade anspruchsvoller. Bis jetzt musste noch kein Lokal aufgrund des neuen Rauchergesetzes schliessen, andernfalls wäre eine Flut empörter Rückmeldung von Wirten gekommen. Im Gegenteil, Nichtraucher (und damit auch ihre rauchenden Kollegen) bleiben doch lieber etwas länger und trinken noch eins, weil sie drinnen jetzt atmen können. Antworten


Kay Eskes

09.12.2009, 13:56 Uhr
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@Christine Eckstein: Ist eine etwas einfache Rechnung, die sie da aufstellen. Wenn nämlich der Umsatz ausbleibt, kann das Servicepersonal auch nicht bezahlt werden, was zur Arbeitslosigkeit führt! Wenn Sie schon mal im Service gearbeitet hätten, dann wüssten Sie auch, das ein Grossteil des Servicepersonals selber raucht. Zudem gab es in den meisten Restaurants immer schon Nichtraucher-Zonen! Antworten


Christine Eckstein

09.12.2009, 13:43 Uhr
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@Ben Müller Mit "sich um die allgemeine Gesundheit kümmern" heisst in diesem Fall: Mit dem Rauchverbot in den Restaurants die Nichtraucher, Kinder und vor allem das Servicepersonal vor dem Passivrauchen zu schützen!!!! Was sich die Raucher selber "antun" ist mir eigentlich egal.......aber wenn andere dadurch geschädigt werden, dann ist es gut und toll, dass es Menschen wie Ruedi Löffel gibt!!! Antworten


Elsa Lüthi

09.12.2009, 13:39 Uhr
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Gemäss Gesetz ist kein Wirt verpflichtet einen Gast zu bedienen. Ganz einfach, es besteht keine Bedienungspflicht. Bei der politisch inszenierten Geschäftsschädigung an Wirten und Schädigung an Personal, Schädigung von sozialen Kontakten, Diskriminierung von Menschen (Raucher), ignorieren der Bundesverfassung, u.a. fragt man sich, weshalb solche Politiker überhaupt gewählt werden. Antworten


Kay Eskes

09.12.2009, 13:02 Uhr
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Das Rauchen gehört seit je her zur Ausgangs- und Beizenkultur! Es ist Ausdruck von Geselligkeit! Durch solch sinnlose Gesetze wird die ohnehin kaum stattfindende Sozialeinteraktion weiter aus dem öffentlichen Leben verdrängt. Es kann doch nicht sein, dass sich zwanzig Raucher vor dem Eingang tummeln, während vier Nichtraucher drinnen warten, dass ihre Kollegen wieder zurückkommen?! Antworten


Ben Müller

09.12.2009, 11:14 Uhr
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Das finde ich (selber Raucher) eine saublöde, kindische Aktion! @Christine Eckstein: was bitte heisst 'sich um die allgemeine Gesundheit kümmern'? Zwang zu gesundem Leben? Behördlich verordnet? Wie weit darf das aus ihrer Sicht gehen? Würde mich interessieren. Antworten


Urs Leibundgut

09.12.2009, 10:59 Uhr
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Es gibt etliche Lokale, in welche munter weitergeraucht werden kann...mann muss nur wissen wo und wann. Und für Herr Löffel hat sich ja bereits ein neues Themenfeld eröffnet, der gemeine Fussballballfan solls als nächster richten, sein Selbstwertgefühl aufzupolieren. Antworten


Christine Eckstein

09.12.2009, 10:42 Uhr
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Das "Töipelen" der Wirte ist ja schlimmer als im Kindergarten! Wenn diejenigen, welche sich um die allgemeine Gesundheit kümmern, nicht mehr bedient werden, dann will ich dort auch nicht mehr bedient werden! Dann meide ich diese Beizen auch und hoffentlich mit mir noch ganz viele! Dann können sie wieder jammern....!!!!!! Antworten


Ruedi Löffel

09.12.2009, 09:43 Uhr
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Wer diejenigen Gäste nicht mehr bedient, die den Schutz vor Passivrauch schätzen, soll dann bitte nicht jammern, der Umsatz gehe zurück... Antworten


Cey Akcasayar

09.12.2009, 09:20 Uhr
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Ach, immer dieses ewige Gejammer! Die Wirte hatten lange genug Zeit sich darauf einzustellen, es war ja klar woher der Wind weht...sollen sich die Restaurants halt ein Fumoir leisten. Ich finde den Boykottaufruf gegen Rickenbacher und Löffel lächerlich, was soll das bringen? @Zurbrügg: Wenn solcher "Staatsterror" die Bevölkerung vor Passivrauchen schützt, ist mir dieser gerne willkommen :) Antworten


Peter Zurbrügg

09.12.2009, 08:42 Uhr
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Es ist eine Zumutung für die Wirte, ein solch unsinniges Gesetz! Da wird eine ganze Branche mutwillig, und bösartig schikaniert! Für die Unternehmer grenzt das schon fast an Staatsterror. Dabei gibt es in fast jedem Restaurant Säli zum essen, in denen nicht geraucht wird. Darum ist dieser Aufruf gerechtfertigt! Antworten