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Welche Berner Gewässer fürs «Schlöfle» offen sind

Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 07.02.2012 3 Kommentare

Die anhaltenden Minustemperaturen lassen zahlreiche Berner Gewässer gefrieren. Einige sind bereits für den Wintersport freigegeben – die Übersicht.

1/8 Die ersten Wagemutigen hatten sich schon am letzten Wochenende auf den Gerzensee gewagt. Die einen kurvten mit ihren Schlittschuhen über das Eis, die anderen machten sich auf zu einem gemütlichen Spaziergang und entdeckten plötzlich, wie vielfältig und farbig so ein gefrorener See sein kann. Freigeben werde der See jedoch nicht, wie die Gemeinde Gerzensee mitteilt. Ein Betreten erfolge auf eigene Gefahr. Die Einwohnergemeinden und der Besitzer lehne in diesem Fall aber jede Haftung ab.
Andreas Blatter

   

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Auf den grossen Seen in der Region Bern und Thun trotz klirrender Kälte Eislaufen noch kein Thema. «Das Eis wird nicht kontrolliert, bei Unfällen lehnt die Gemeinde jede Haftung ab.» Die Botschaft, welche auf Schildern in der Nähe von grossen Seen steht, lässt keinen Raum zur Interpretation. Auf Thuner-, Brienzer-, Bieler- und Murtensee ist das Eis noch viel zu dünn, um Personen zu tragen. Und das wird vorderhand auch so bleiben.

Einige Seen bereits offen

Anders verhält es sich mit kleineren Seen in der Region Bern und Freiburg. So wurde der Schwarzsee im Kanton Freiburg am Sonntag für den Wintersport freigegeben. Der kleine Egelsee in Bern wird am Mittwoch für Schlittschuhläufer öffnen. Beim Lachenkanal in Thun wird am Donnerstag entschieden, ob das Eis dick genug fürs «Schlöflen» ist. Der Moossee bei Moosseedorf hingegen wird nach einem Todesfall im Jahr 2002 wohl nie mehr für die Öffentlichkeit geöffnet.

Laut der Broschüre «Tragverhalten von Eis» der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG braucht es eine Eisdicke von mindestens zehn Zentimetern, um mehrere Personen zu tragen, bei geringem Andrang reichen sieben bis acht Zentimeter. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.02.2012, 14:38 Uhr

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3 Kommentare

Huber tom

07.02.2012, 19:55 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Es ist wieder bezeichnend fürs bernische Gemeinwesen. Ja nichts für die Bürger tun und schon gar keine Verantwortung übernehmen. Es ist allen klar, dass gefrorene Gewässer Menschen anziehen. Ob die Gewässer nun gemessen werden oder nicht, hält die Leute nicht davon ab, diese zu betreten. Es wäre also ein Beitrag zur Sicherheit, diese zu messen und bekannt zu geben ob das Eis tragfähig ist. Antworten


Adriano Granello

08.02.2012, 07:36 Uhr
Melden 6 Empfehlung

"Der Moossee bei Moosseedorf hingegen wird nach einem Todesfall im Jahr 2002 wohl nie mehr für die Öffentlichkeit geöffnet." Würde man in anderen Lebensbereichen, z.B. im Strassenverkehr, derart undifferenziert urteilen und handeln, müssten wohl sämtliche Strassen, auf denen jemals ein tödlicher Unfall passierte, für immer geschlossen werden... Antworten



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