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Warum Frauen und Kinder keine Saane-Fische essen dürfen

Aktualisiert am 21.01.2011

Die Fische in der bernischen Saane und in der Aare vor dem Einlauf in den Bielersee weisen nach wie vor leicht erhöhte Belastungen mit dioxinähnlichen Substanzen auf.

Zu Tausenden liegen Kondensatoren in der Deponie La Pila. Aus ihnen löst sich das PCB und gelangt in die Saane.

Zu Tausenden liegen Kondensatoren in der Deponie La Pila. Aus ihnen löst sich das PCB und gelangt in die Saane.
Bild: Hans-Ulrich Schaad

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Dies zeigen neue Untersuchungen. Für den Kanton Bern ist deshalb weiterhin Vorsicht angezeigt. Personen unter 18 Jahren und Frauen im gebärfähigen Alter rät die bernische Volkswirtschaftsdirektion deshalb ab, Barben, Bachforellen und Äschen aus der Saane und diesem Teil der Aare zu essen, wie es in einer Mitteilung dieser Direktion heisst. Ein Fangverbot für die Fische verhängt der Kanton aber weiterhin nicht.

Kinder und Jugendliche reagieren generell empfindlicher als Erwachsene auf Fremdstoffe, weshalb für sie ein höherer Schutzgrad gilt. Jüngere Frauen sollten ebenfalls auf den Konsum verzichten, weil die Substanzen aus ihrem Körper auf ihre ungeborenen und besonders empfindlichen Kinder übergehen können.

Der übrigen Bevölkerung wird empfohlen, den Konsum der oben erwähnten Fische auf eine Portion pro Woche zu beschränken.

Die Belastung der Fische geht auf die Deponie La Pila im Kanton Freiburg zurück, wo vor Jahren Industrieabfälle unsachgemäss gelagert wurden. Im freiburgischen Teil der Saane liegen die Werte der dioxinähnlichen Substanzen (PCB) teilweise deutlich über dem Toleranzwert. Deshalb gilt dort ein Fischereiverbot. (tan/sda)

Erstellt: 21.01.2011, 10:24 Uhr

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