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Vandalen haben es auf BDP abgesehen
Von Dominik Balmer. Aktualisiert am 03.03.2010 12 Kommentare
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Im Wahlkampf scheint einigen Personen jedes Mittel recht zu sein: Das bekam dieses Wochenende die BDP Oberaargau zu spüren. In den Nächten von Freitag bis Sonntag zerstörten Unbekannte in mindestens zehn Oberaargauer Gemeinden mehr als ein Dutzend Wahlplakate der BDP. Laut einer Mitteilung der Partei fanden «die grössten Zerstörungsaktionen» in Rohrbach, Thörigen, Riedtwil, Bettenhausen, Bollodingen, Hermiswil und Seeberg statt. Zum Teil kickten die Vandalen die Plakate um, zum Teil rissen sie die Rahmen ganz auseinander oder trampelten darauf herum. An mehreren Orten haben die Täter die Blache mit den Konterfeis der Politiker gestohlen.
«Eine gezielte Aktion»
Besonders dreist wüteten die Unbekannten in Seeberg. Dort stellte Bruno Gygax, Sektionspräsident der BDP Seeberg und Umgebung, die umgekickten Plakate am Samstagmorgen wieder auf. Gestern Sonntag bot sich ihm dann wieder ein Bild der Zerstörung. «Das war eine gezielte Aktion», sagt Gygax.
Für Dieter Widmer, Präsident der BDP Oberaargau und Grossrat, steht fest: «Wir reichen Anzeige ein.» Auch wenn es schwierig sei, die Täter zu fassen. Wie Gygax geht auch Widmer von einer gezielten Aktion aus. Die Zerstörung ziehe sich wie «ein Saubannerzug» durch den Oberaargau. In diesem Ausmass habe er so etwas noch nie erlebt. Wegen der Fussspuren an den Tatorten vermutet Widmer zudem, dass mehrere Täter am Werk waren. Die Vandalenakte bezeichnete Grossrat Widmer als «äusserst bedenklich». Er sei «erschüttert, mit welchem Hass die Werbetafeln zerstört wurden». Es gebe offenbar Parteien, «die hinter den Kulissen ihre Mitglieder und Sympathisanten derart gegen die BDP aufgehetzt haben, dass Toleranz, Achtung und Dialogbereitschaft mit Füssen getreten werden».
Vandalen auch anderswo
Ähnliche Attacken auf Plakate der BDP gab es in Lyss und Kandersteg: An beiden Orten stahlen Unbekannte grosse Werbeblachen von BDP-Regierungsratskandidatin Beatrice Simon. Die Kantonalpartei überlegt sich nun, hier ebenfalls eine Anzeige einzureichen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 03.03.2010, 10:10 Uhr
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12 Kommentare
Wer 1+1 zusammenzählen kann, der weiss, welchem politischen Spektrum diese Vandalenakte zuzuordnen sind. Auf fast gleich tiefem Nievau wie die Vandalen bewegen sich Leute, die diese gezielten Zerstörungen dem Wind oder der BDP selbst zuordnen oder die Vandalen in Schutz nehmen, weil es ihnen passt, dass die BDP geschädigt wurde. BDP steht für Anstand in der Politik. Die Wähler entscheiden. Antworten
den wahrscheinlichen wert einer werbe-aktion, lässt sich (annähernd) quantifizieren und vollkasko-technisch versichern. ein schaden an werbeträgern, würde also sofort auch ein problem der versicherungen - und die versicherungen würden dann gar nicht zögern, die behörden einzuschalten. ( vgl. "joggeli wott ga birrli schüttle"..). Antworten
Was soll das weinerliche Getue? Die SVP musste während ihrem Gemeindewahlkampf in Fraubrunnen 40% aller Plakate dreimal erneuern. Bei Grafenried liegen heute Wahlplakate für die SVP RR-Kandidaten am Boden. Dafür gab und gibt es keine Medienberichte mit Fotos! Was ist das Ziel, solcher Berichterstattung? Soll die BDP in die Märtyrer-Rolle geschoben werden, weil es auf nomalem Wege nicht reicht? Antworten
Im Berner Seeland wurden systematisch und wiederholt SVP-Plakate zerstört, verschmiert und die entsprechenden Ständer demoliert. Das kann nicht die Folge der Sturmböen vom Wochenende sein. Die Täterschaft hat gezielt Wahlplakate Andersdenkender zerstört. Ist das der Anstand der SVP-Gegner ? Antworten
Schade, dass die Zerstörer nicht den Mut haben das offene und ehrliche Gespräch zu suchen. Mit der Zerstörung von Wahlpropaganda schaden sich die Zerstörer selbst am meisten, Als Gewinner wird die BDP hervorgehen. Nicht die zerstörerische Wut wir honoriert, sondern jene die geschädigt wurden. Das weiss der ehrliche Wähler wohlweislich zu unterscheiden! Das ist gut so! Daniel Mauerhofer Detligen Antworten
Wie viele SVP Plakate wurden in der Vergangenheit und auch jetzt wieder beschädigt und die Medien berichten nicht darüber. Teilweise hat auch der starke Wind Ständer umgerissen. Oder ist es eine Schlagzeile die Mitleid erzeugen soll? Die finanziellen Mittel für Werbung sind ja sooo beschränkt! Antworten
Das geht allen Parteien gleich. Wahlplakte werden verunstaltet, heruntergerissen und kaputt gemacht. Die BDP soll sich nicht als Opfer hinstellen. So gewinnt man keine Wahlen. Vandalismus ist ja heute leider an der Tagesordnung. Die SVP ist hier ja die einzige Partei, die dagegen etwas unternehmen will und eine härtere Gangart gegen Vandalierer fordert. Antworten




Hans Hofer
Wenn bei Nacht und Nebel die Wahlplakate von politischen Parteien, gleich welcher Couleur, mutwillig zerstört werden, und die Täter nicht einmal dazu stehen dürfen, dann gibt es nur einen einzigen Kommentar dazu: "Schulbubenzeug der untersten Schublade!" Antworten