Region
Stimmrechtsalter 16 kommt im Herbst vors Volk
Aktualisiert am 03.06.2009 9 Kommentare
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Die Zustimmung des Grossen Rats fiel ähnlich knapp aus wie bei der ersten Lesung im März: 76 Grossratsmitglieder sagten Ja zur Änderung der Verfassung, 73 Nein. Fünf Personen enthielten sich der Stimme.
Laut Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer kommt es am 29. November zur Abstimmung. Sagt das Bernervolk Ja, können 16- und 17- jährige ab dem 1. Januar 2010 auf Kantons- und Gemeindeebene an der Urne wählen und abstimmen. Sich wählen lassen können sie sich aber auf jeden Fall weiterhin erst ab 18 Jahren.
Kritik der Bürgerlichen
Vetreter der Bürgerlichen kritisierten, bei einer Senkung des Stimmrechtsalters entstehe eine Kluft zwischen rechtlicher Mündigkeit und aktivem Stimm- und Wahlrecht.
Die Befürworter hielten dem entgegen, der Kanton Bern verliere nichts, er könne nur gewinnen, wenn er Stimmrechtsalter 16 einführe. (rue/sda)
Erstellt: 03.06.2009, 10:56 Uhr
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9 KOMMENTARE
Wenn man 16-jährigen schon Rechte geben will, dann bitte auch überall: Alkoholkonsum, Auto fahren etc. sollte dann auch erlaubt sein. Wehrpflicht wird um 2 Jahre gesenkt und das Jugendstrafrecht abgeschafft. Wer über Millionenkredite befinden kann, soll auch in den Knast, wenn er was verbrochen hat.
Jugendliche tragen mit 16 schon eine grosse Verantwortung, z.B. mit der Berufswahl und Lehrstellensuche. Sie sollten deshalb auch in der Politik mitbestimmen können. Im Kanton Glarus zeigt sich, dass es durchaus 16- und 17-Jährige gibt, die politisch mitreden wollen und auch reif und kompetent genug sind. Was hat der Kanton Bern zu verlieren, wenn er seinen Jugendlichen diese Chance auch gibt?
Wenn 16-Jährige zur Schule gehen ist das doch ideal für unsere Demokratie! So können bspw. bei Bildungsdossiers endlich auch Direktbeteiligte abstimmen! Und damit die Jugend nicht zu sehr von Lehrern und Eltern beeinflusst werden ist es wichtig, die politische Bildung der Jugend zu verbessern! Dies wird dank dem Stimmrechtsalter 16 gelingen, welches die Jugend für die Politik begeistern wird!
Unsere Gesellschaft entpolitisiert sich schleichend. Viele Kinder und Jugendliche wachsen in weitgehend "polit-freien" Zonen auf . Umso wichtiger ist es, sie im Alter von 16 bis 18 abzuholen. Am Gymi, in der Berufsschule usw. Dort lernen sie, sich mit der Politik substantiell auseinander zu setzen. Und genau in dieser Phase ist es wichtig, dass sie sich auch 1:1 einbringen können.
Wenn 16 jährige kantonal und kommunal, später auch mal eidgenössisch, abstimmen und wählen sollen,sollen sie bei Straftaten gleich wie die Erwachsenen verurteilt werden. Ob 16 jährige schon sich für Politik interessieren, steht in einem anderen Blatt geschrieben, denn sie interessieren sich für mehr "Fun"!
Verrückt. Ein 16jähriger soll reif genug sein, um abzustimmen, nicht aber, um sich Zigaretten oder Alkohol zu kaufen? Ein 16jähriger lässt sich noch von Ideologien und Gutmenschentum leiten, ohne im Leben mit den Alltagsproblemen konfrontiert zu sein(Steuerlast, Jobangst, Elternpflichten etc.).Ich finde schon 18 Jahre zu jung! Und warum soll er reif sein fürs Stimmrecht, nicht aber fürs Wahlrecht?
Mit 16 zu stimmen ist unfug.In diesem Alter wird man noch von allen Seiten beeinflusst (Lehrer, Eltern, Freunde). Eine eigene Position zu verfechten gegen die Allgemeinheit ist in diesem Alter noch viel schwerer. Ebenso stehen die Jungen in diesem Alter noch nicht im Leben. Gehen gar noch zur Schule, werden von den Eltern unterstützt etc.Und dann sollen Sie über Budgets und Steuerfragen abstimmen?
diejenigen jugendlichen, die sich heute schon gesellschaftlich und politisch engagieren, sollen auch die chance haben, politisch mitzuentscheiden. demokratische rechte sind wichtig, damit sich die junge generation in die politischen entscheide eingebunden fühlt und ihre gegenwart und zukunft mitbestimmen kann.
Das Stimmrechtsalter für 16jährige hat nur Vorteile. Gerade in diesem Alter kommen die Jugendlichen aus der elementaren Schulen und wechseln in die Kantonsschule oder Berufsschule. Das gibt den Lehrkräften eine ganz neue Dimension bei jungen Menschen die Politik lebendig zu machen. Unsere Demokratie und Föderalismus braucht Blut-Auffrischung.




