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Seltenes Lob für Steuerverwaltung

Der Kanton Bern ist schweizweit Spitzenreiter bei der Internetlösung für die Steuererklärung: Nur hier lässt sich das ganze Prozedere online erledigen. Die Nutzer sind des Lobes voll. Die Fachleute ebenso.

TaxME:Immer mehr Berner füllen die Steuererklärung online aus.

TaxME:Immer mehr Berner füllen die Steuererklärung online aus. (Bild: Susanne Keller)

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Wo was zu finden ist
Sämtliche TaxMe-Dienste der bernischen Steuerverwaltung sind über www.taxme.ch erreichbar. Dort kann man sich auch für das Portal registrieren lassen. Von TaxMe-Online und vom -Portal sind Demoversionen im Angebot, die direkt von der Einstiegsseite aus gestartet werden können. Auf taxme.ch kann auch die aktuelle Version der CD heruntergeladen werden; die CD ist auch kostenlos
in den Steuerbüros der Gemeinden sowie an den Schaltern der Steuerverwaltung und der Berner Kantonalbank (BEKB) erhältlich. fab

Eine neue Broschüre zu Steuerfragen
Die Steuerverwaltung hat jüngst eine hübsche, interessante Broschüre herausgegeben, die auf allerlei Steuerfragen antwortet. Neben vielem anderen erklärt sie wichtige Begriffe und zeigt, wofür der Kanton die Steuereinnahmen ausgibt: zu fast zwei Dritteln für Bildung, soziale Wohlfahrt und Gesundheit.

Die Broschüre kann im Internet unter www.be.ch/steuern heruntergeladen werden (unter Aktuell) oder gratis in Papierform bestellt werden: mit dem Kontaktformular im Internet unter «Über uns/Adressen» oder per Brief an die Steuerverwaltung in Bern-Bümpliz, Biel, Burgdorf, Thun oder Moutier. fab

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Eine Steuerverwaltung hat in der Regel nicht viele Fans und erntet auch eher selten Lob. Eine Ausnahme macht TaxMe: Unter dem Namen bietet die bernische Steuerverwaltung elektronische Varianten der Steuererklärung an. Die Nutzer können ihre Einkünfte, Vermögen und alles weitere entweder mit Hilfe der TaxMe-CD deklarieren, wobei aber immer noch die komplette Steuererklärung auf dem Postweg zur Verwaltung geschickt werden muss.

Einfacher geht es, wenn man seine Steuererklärung direkt mit TaxMe-Online vollständig übers Internet ausfüllt, übermittelt und abwickelt. Ausgedruckt, unterschrieben und eingeschickt werden muss nur die «Freigabequittung». TaxMe-Online können alle nutzen, es braucht auch keine Registrierung: Der persönliche Code ist jeweils auf dem Begleitschreiben zur Steuererklärung aufgeführt.

Mit Stolz weist die Steuerverwaltung darauf hin, dass Bern der erste und einzige Kanton ist, der eine umfassende Onlinesteuererklärung ermöglicht. In den letzten Monaten wurde TaxMe-Online gleich zweifach ausgezeichnet: Zuerst erhielt die Steuerverwaltung den «Eugen», den E-Government-Preis der Bedag. Die Jury lobte den schnellen Einstieg und den Überblick; der «Assistent» führe den Nutzer einfach und verständlich durch die Formulare. Wenig später wurde www.taxme.ch von der Zeitschrift «Anthrazit» zu einer der 200 besten Webseiten der Schweiz gekürt. Die Zeitschrift hielt fest: «Während die meisten Kantone auf Software setzen, bietet der Kanton Bern ein cleveres Steuerportal an.»

Immer mehr elektronisch

Nicht nur die Fachleute rühmen die Onlinedienste; TaxMe kommt auch bei der Zielgruppe – den Steuerpflichtigen – gut an. So haben letztes Jahr mehr als die Hälfte aller Bernerinnen und Berner ihre Steuererklärung mit TaxMe-Online (22 Prozent) oder mit der TaxMe-CD (30 Prozent) ausgefüllt. Die Zahl der Onlinenutzer wächst stetig, letztes Jahr gleich um 29 Prozent von 96300 auf 124400. Gleichzeitig ging erstmals die Zahl der mit der TaxMe-CD ausgefüllten Steuererklärungen zurück.

Seit Jahren rückläufig ist die Zahl der auf Papier eingereichten Steuererklärungen: Letztes Jahr wählten nur noch 34 Prozent diesen traditionellen Weg. 2002 hatte der Anteil des Papiers noch bei 65 Prozent gelegen.

Interessant ist, dass die TaxMe-Online-Benutzer zufriedener sind: In der jüngsten Befragung, welche die Steuerverwaltung in Auftrag gegeben hatte, erklärten 33 Prozent der Onlinenutzer, sie seien mit der Form der Einreichung «sehr zufrieden». Wer die Steuererklärung mit der CD oder auf Papier ausfüllte, war zu rund 18 Prozent «sehr zufrieden».

Nutzer von TaxMe-Online heben unterschiedliche Vorteile hervor. Insbesondere ist es eine Vereinfachung, dass die Daten gespeichert und bei der nächsten Steuererklärung automatisch wieder angezeigt werden. Wer also diverse Konti, Wertschriften und dergleichen besitzt, muss deren Nummern nicht Jahr für Jahr neu eintippen. Ausserdem weiss der Online-steuerzahler nach dem Ausfüllen sofort, wie viel er dem Staat schuldet – das ist nicht immer angenehm, aber der Schrecken ist dann immerhin vorbei.

Einsprache via Onlineportal

Die Steuerverwaltung bietet noch eine dritte Onlinedienstleistung an: das schweizweit einzigartige TaxMe-Portal, für das sich alle bernischen Steuerpflichtige registrieren lassen können, um jederzeit alle ihre persönlichen steuerrelevanten Daten einsehen zu können. Das Angebot wird sukzessive ausgeweitet. So kann man seit kurzem über das Portal Einsprache gegen die definitive Veranlagung (Einkommens- und Vermögenssteuern) erheben – vollständig papierlos. Zudem ist es neu möglich, auch nachträglich eingeforderte Belege elektronisch einzureichen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.04.2009, 09:45 Uhr

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6 Kommentare

Daniel B.

18.04.2009, 16:06 Uhr
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Ich denke auch, dass Bern im schweizweiten Vergleich eines der besten Steuerportale hat. Software-Lieferantin von TaxMe Online (wie auch der CD) ist tatsächlich die DV Bern AG. @Marc Lüthi Ich denke mal, dass die Jury des Eugen Preises unabhängig ist, auch wenn der Preis von der Bedag vergeben wird. Antworten


Tanja Zwahlen

17.04.2009, 08:45 Uhr
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Die Steuerverwaltung hat da wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Ich benutze für das Ausüllen der Steuererklärung auch immer die TaxME CD. In früheren Jahren stand auf der CD-Hülle sogar noch drauf, dass dieses Software-Produkt von der DV Bern AG stammt. Mein Kompliment geht deshalb auch noch an den Software-Lieferanten. Besten Dank! Antworten


Ueli Hoch

17.04.2009, 07:42 Uhr
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@Renate Mäder. Dass die Steuern direkt vom Lohn abgezogen werden ist keine gute Idee, denn erstens hat dann einfach der Arbeitgeber den Aufwand (der machts auch nicht gratis) und zweitens sieht der Arbeitgeber dann auch ob noch andere Einkommen, Schulden, .... vorhanden sind (oder kann es anhand des Steuerbetrages den er vom Lohn abziehen muss, zumindest vermuten). Antworten


Marc Lüthi

16.04.2009, 20:22 Uhr
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Naja, ich bin etwas vorsichtig, wenn sich die Steuerverwaltung selbst einen Preis zuschanzt und sich danach damit brüstet. Wie ich erfahren habe, kommt der Preis "Eugen" von der Bedag, welche die Online-Steuererklärung im Auftrag von der Steuerverwaltung entwickelt hat. Antworten


Renate Mäder

16.04.2009, 13:15 Uhr
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Ich fülle seit Jahren die Steuererklärung nur noch Online aus. Jetzt fehlt nur noch, dass die Steuer direkt dem Lohn abgezogen wird. Für beide Seiten für den Steuerzahler wie auch für den Steuerempfänger eine Win-Win-Situation. Der Steuerzahler muss nicht mehr extra Geld für die Steuern auf die Seite tun und der Staat hat das Geld viel schneller zur Verfügung und weniger Inkassoaufwand Antworten


Luc d'Hooghe

16.04.2009, 10:34 Uhr
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Bravo für TaxMe! Obwohl ich meinen Abschluss auswärts gebe erlaube ich mir dieses verdiente Lob. Antworten



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