SUSAN: Das System, das Mühleberg von Fukushima unterscheidet

Die Betreiber des Kernkraftwerks Mühleberg haben aus Störfällen in anderen Werken Lehren gezogen und 400 Millionen Franken in die Nachrüstung investiert. Die wichtigste Nachrüstung war das SUSAN-Notstandsgebäude. Bernerzeitung.ch/Newsnet durfte sich im Innern des Gebäudes umsehen.

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Das Notstandsgebäude ist eine Lehre aus dem Störfall in Three Mile Island im Jahr 1979. Das selbstständige, unabhängige System zur Abfuhr der Nachzerfallswärme (SUSAN) stellt sicher, dass die Nachwärme auch im Extremfall abgeführt werden kann. Im Kraftwerk von Fukushima habe es kein solches Gebäude gegeben, teilte die BKW am Donnerstag mit.

Kühlwasser aus der Aare

Das SUSAN-System sorgt dafür, dass jederzeit Strom und Wasser für die Pumpen zur Verfügung stehen. Um dies zu gewährleisten verfügt das Gebäude beispielsweise über einen geschützten Kommandoraum und zwei räumlich getrennte Notstromaggregate mit einem grossen Brennstofftank. Die Aggregate würden den Betrieb im Notfall für neun Tage sicherstellen.

Zudem gibt es im Gebäude mehrere Pumpen, die Wasser zur Kühlung der Brennelemente im Reaktor fördern. Der Kühlwasserbedarf wird dabei aus der Aare gepumpt. Zwei Umwälzsysteme fördern schliesslich die Nachwärme aus dem Sicherheitsbehälter. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.03.2011, 16:12 Uhr

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